Jul
23
2019

Deutsche Elektroexporte trotzen der nachlassenden Konjunktur

Die Exporte der deutschen Elektroindustrie sind im Mai erneut gestiegen: Gegenüber Vorjahr nahmen sie um 5,1% auf 17,1Mrd.€ zu. Dies war der höchste jemals in einem Mai erzielte Exportwert. „Insgesamt scheinen die Ausfuhren bisher noch wenig beeindruckt von den internationalen Handelskonflikten und der global nachlassenden Konjunktur zu sein“, sagte Jürgen Polzin, ZVEI-Außenhandelsexperte. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres haben die Branchenausfuhren ihren entsprechenden Vorjahreswert um 5,3% übertroffen und ein Volumen von 89,2Mrd.€ erreicht. Die deutschen Elektroexporte in die USA, dem zweitgrößten Abnehmerland, nahmen im Mai mit plus 18,9% auf 1,7Mrd. kräftig zu. Auch nach Japan (+17% auf 263Mio.€), in die Schweiz (+16% auf 593Mio.) und nach Russland (+13,9% auf 361Mio.€) konnten zweistellige Zuwächse verzeichnet werden. Überdurchschnittlich legten auch die Exporte nach Polen (+7,3% auf 767Mio.€), in die Eurozone insgesamt (+7% auf 5,3Mrd.€) und nach China, der Nummer eins der Abnehmerländer, (+5,6% auf 1,8Mrd.€) zu. Dagegen gingen die Ausfuhren in die Türkei (-19,7% auf 199Mio.€), nach Großbritannien (-16,7% auf 650Mio.€), nach Tschechien (-10% auf 768Mio.€) und nach Südkorea (-6,8% auf 214Mio.€) deutlich zurück. Für das Vereinigte Königreich war dies bereits der zweite zweistellige Rückgang in Folge.
Bild: Destatis und ZVEI-eigene Berechnungen
Bild: Destatis und ZVEI-eigene Berechnungen



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