Aug
29
2019

VDMA Machine Vision veröffentlicht Standardschnittstelle für industrielle Bildverarbeitung

Maschinen, die untereinander kommunizieren können, das ist ein Kernelement von Industrie 4.0 und nur so lässt sich die Smart Factory realisieren. Notwendig dafür ist Interoperabilität sowie eine gemeinsame \'Sprache\' der Maschinen, OPC UA ist eine solche Sprache. Als eine der ersten VDMA-Gliederungen hat VDMA Machine Vision nun die Freigabe einer OPC UA Companion Specification erteilt. Der nun veröffentlichte erste Teil der Spezifikation beschreibt eine Abstraktion des generischen Sehsystems, d.h. eine Darstellung eines so genannten digitalen Zwillings des Systems. Es übernimmt die Verwaltung von Rezepten, Konfigurationen und Ergebnissen auf standardisierte Weise, während die Inhalte herstellerspezifisch bleiben und als Blackbox behandelt werden. Im Januar 2016 beschloss der Vorstand von VDMA Machine Vision, eine OPC UA Companion Specification für die industrielle Bildverarbeitung zu entwickeln. Die Arbeit wurde in der gemeinsamen Arbeitsgruppe geleistet, die aus der OPC Foundation und der VDMA Fachabteilung Machine Vision innerhalb des VDMA-Fachverbandes Robotik + Automation besteht. Eine Kernarbeitsgruppe mit 17 Experten europäischer Bildverarbeitungsunternehmen machte Vorschläge für Ansatz und Inhalt und überwachte das Feedback der breiteren Bildverarbeitungsindustrie und der Endanwender weltweit. Um eine größere Reichweite zu erzielen, beschloss VDMA Machine Vision, diese Normungsarbeit in die globale Standardisierungskooperation für Machine Vision namens G3 einzubringen. G3 besteht aus den weltweit tätigen amerikanischen (AIA), chinesischen (CMVU), europäischen (VDMA und EMVA) und japanischen (JIIA) Bildverarbeitungsverbänden. Derzeit wird ein Hardware-Demonstrator entwickelt, der in Kürze auf Messen in Deutschland zu sehen sein soll. Die OPC UA Machine Vision Companion Specification Part 1 steht ab sofort auf der OPC Foundation Website und auf der VDMA-Website zum Download zur Verfügung.
Bild: VDMA e.V.
Bild: VDMA e.V.



www.vdma.org

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