Sep
23
2019

VDMA: Produktionsprognose im Maschinenbau für 2020

Die Maschinenbauindustrie in Deutschland muss sich weiterhin auf erhebliche Belastungen einstellen. Der Handelsstreit zwischen den USA und China und ein wachsender Protektionismus gehen nicht folgenlos am Maschinenbau vorbei. Hinzu kommen die weltweite Konjunkturschwäche, der Brexit sowie der Strukturwandel. "All diese Faktoren führen bereits zu konkreten Belastungen zahlreicher Abnehmer unserer Maschinen und Anlagen weltweit und verunsichern generell Investoren, die sich deshalb mit Investitionen zurückhalten. Eine baldige, nachhaltige Änderung zum Positiven ist nicht absehbar. Daher rechnen wir für das Jahr 2020 mit einem realen Produktionsrückgang von 2% im Maschinenbau", erläutert VDMA-Volkswirt Dr. Ralph Wiechers. Im Inland haben sich Lage und Aussicht in der Industrie zuletzt weiter eingetrübt, das Investitionsklima hat gelitten. Und auch im Ausland gibt es auf Absatzmärkten keine expansiven Impulse. Selbst in den USA hat die Investitionsdynamik deutlich nachgelassen, und es mehren sich die Zeichen, dass auch die amerikanische Industrie unter dem Handelsstreit mit China leidet. Gedämpft wird der Abschwung für die Maschinenbauunternehmen durch eine nach wie vor gute Auftragsreichweite von 8,4 Monate (Juli 2019). Die Kapazitätsauslastung (86,6%) konnte so bisher wenn auch knapp über dem langjährigen Durchschnitt gehalten werden. Die reale Produktion bewegt sich inzwischen leicht im Minus; in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres sank sie um 0,9% zum Vorjahr. "Während das erste Quartal 2019 ein Plus von 0,3% aufwies, ging die Produktion im zweiten Quartal um 2,9% im Vergleich zum Vorjahr zurück", erläutert Wiechers.



www.vdma.org

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