Nov
08
2019

Deutsche Elektroindustrie: Leichtes Plus beim Umsatz

Der Umsatz der deutschen Elektroindustrie konnte im September 2019 leicht um 1,5% gegenüber Vorjahr auf 16,9Mrd.€ zulegen. Hier stiegen die Erlöse im Inland (+2,5% auf 7,9Mrd.€) etwas stärker als die Auslandserlöse (+0,8% auf 9Mrd.€). Das Geschäft mit der Eurozone gab um 5,4% auf 3,2Mrd.€ nach, mit Drittländern zog es um 4,4% auf 5,8Mrd.€ an. Nach den ersten drei Quartalen liegt der aggregierte Branchenumsatz mit 142,5Mrd.€ jetzt knapp auf Vorjahresniveau. Inlands- und Auslandsumsatz entwickelten sich ähnlich (-0,7% auf 66,9Mrd.€ bzw. -0,3% auf 75,6Mrd.€). Während die Erlöse mit Kunden aus dem Euroraum zwischen Januar und September stagnierten (+0,1% auf 27,8Mrd.€), gab der Umsatz aus Geschäften mit Drittländern leicht um 0,6% gegenüber Vorjahr auf 47,8Mrd.€ nach. Die Auftragseingänge lagen im September um 3,9% unter ihrem Vorjahreswert. Während die Inlandsbestellungen um 9,7% gefallen sind, konnten die Aufträge aus dem Ausland allerdings leicht um 0,5% zulegen. Kunden aus dem Euroraum bestellten im September 5,6% weniger als im Vorjahr, Partner aus Drittländern dagegen 3,8% mehr. In den gesamten ersten drei Quartalen dieses Jahres gaben die Auftragseingänge damit um 1,9% nach. Hier gingen Inlands- und Auslandsaufträge gleichermaßen stark zurück. Kunden aus der Eurozone bestellten 4% weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum und jene aus Drittländern 0,6% weniger. Die um Preiseffekte bereinigte Produktion der Branche gab im September 2019 um 1,4% gegenüber Vorjahr nach. Auch im Gesamtzeitraum von Januar bis September musste die Elektroindustrie ein Minus in der Herstellung hinnehmen. Es belief sich auf 3,6% gegenüber Vorjahr. Die Kapazitätsauslastung fiel zu Beginn des vierten Quartals um 0,6 Prozentpunkte auf jetzt 83,6% der betriebsüblichen Vollauslastung. „Zwar hat sich das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie im Oktober etwas erholt“, so Dr. Gontermann. „Trotzdem lässt sich alles in allem derzeit weiter keine Trendwende hin zu einer nachhaltigen Aufwärtsentwicklung erkennen.“
Bild: Destatis und ZVEI-eigene Berechnungen
Bild: Destatis und ZVEI-eigene Berechnungen



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