Dec
09
2019

Deutsche Elektroindustrie im Oktober: Umsatz im Ausland stabil, Auftragseingänge rückläufig

Mit 16,5Mrd.€ verfehlten die deutschen Elektrounternehmen beim Umsatz im Oktober ihren Vorjahreswert um 4%. Die Inlandserlöse sackten um 9,9% auf 7,8Mrd.€ ab, während die Auslandserlöse um 1,8% auf 8,7Mrd.€ zulegen konnten. Hier wuchsen die Geschäfte mit Partnern aus dem Euroraum etwas stärker (+2,3% auf 3,3Mrd.€) als jene mit Partnern aus dem Nicht-Euroraum (+1,4% auf 5,4Mrd.€). Zwischen Januar und Oktober kamen die aggregierten Branchenerlöse auf 159,1Mrd.€ – 0,9% weniger als im Vorjahr. Der Inlandsumsatz gab um 1,7% auf 74,8Mrd.€ nach, der Auslandsumsatz stagnierte (-0,1% auf 84,3Mrd.€). Die Erlöse mit der Eurozone stiegen in den ersten zehn Monaten leicht um 0,3% auf 31Mrd.€. Die Geschäfte mit Drittländern waren mit  -0,4% auf 53,3Mrd.€ etwas rückläufig. Die deutsche Elektroindustrie musste im Oktober einen Auftragsrückgang von -5,3% gegenüber dem Vorjahr hinnehmen. „Da die Aufträge im entsprechenden Vorjahresmonat aber zweistellig gewachsen waren und die Messlatte dadurch recht hoch lag, lässt sich der jüngste Rückgang durchaus relativieren“, so die Einschätzung von ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. Während die Inlandsbestellungen im Oktober um 11% nachgaben, fielen die Auslandsbestellungen nur leicht um 0,7% zurück. Hier standen sich allerdings ein Minus von 9,9% bei Aufträgen aus dem Euroraum und ein Plus von 4,4% bei denen aus Drittländern gegenüber. Im gesamten Zeitraum von Januar bis Oktober des laufenden Jahres lagen die Bestellungen 2,2% unter Vorjahr. Kunden aus dem Inland bestellten 3% und jene aus dem Ausland 1,7% weniger als 2018. Auch hier entwickelten sich die Aufträge aus der Eurozone (-4,5%) schwächer als die aus Drittländern (-0,1%). Die preisbereinigte Produktion der deutschen Elektroindustrie blieb im Oktober um 4,2% hinter ihrem Vorjahreswert. „Auch hier hatte es im letzten Jahr ein zweistelliges Wachstum gegeben“, sagte Dr. Gontermann. In den gesamten ersten zehn Monaten dieses Jahres ist beim Branchenoutput ein Minus von 3,6% aufgelaufen. „Für das Gesamtjahr gehen wir bei der Produktion ebenfalls von einem Rückgang in der Größenordnung um die vier Prozent aus, auch wenn sich die Produktionspläne der Firmen zuletzt wieder etwas verbessert haben“, so Dr. Gontermann.
Bild: Destatis und ZVEI-eigene Berechnungen
Bild: Destatis und ZVEI-eigene Berechnungen



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