Dec
19
2019

Elektroexporte steigen um knapp 3%

Mit 19,2Mrd.€ haben die Exporte der deutschen Elektroindustrie im Oktober 2019 stagniert. „Allerdings war der Vergleichswert aus dem Vorjahr auch der bislang höchste absolute Ausfuhrwert überhaupt“, sagte Dr. Andreas Gontermann, ZVEI-Chefvolkswirt. In den gesamten ersten zehn Monaten dieses Jahres beliefen sich die aggregierten Branchenexporte auf 180,2Mrd.€ und lagen damit um 2,9% höher als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Mit 12,2Mrd.€ verfehlten die deutschen Elektroexporte in die Industrieländer ihren Vorjahreswert im Oktober um 1,5%. Rückgänge waren vor allem bei den Ausfuhren nach Großbritannien (-11,5% auf 857Mio.€) zu verzeichnen, aber auch bei den Lieferungen nach Dänemark (-4% auf 225Mio.€) und in die USA (-2,8% auf 1,6Mrd.€). Von Januar bis Oktober konnten die Branchenausfuhren in die Industrieländer indessen um 2,1% gegenüber Vorjahr auf 115,7Mrd.€ zulegen. Die Lieferungen in die Schwellenländer sind im Oktober um 2,7% gegenüber Vorjahr auf 6,9Mrd.€ gestiegen. Besonders hohe Steigerungsraten waren hier im Geschäft mit Russland (+17,9% auf 428Mio.€), der Türkei (+15,1% auf 257Mio.€) und Mexiko (+14,5% auf 254Mio.€) zu verzeichnen. Zwischen Januar und Oktober 2019 erhöhten sich die Branchenexporte in die Schwellenländer um 4,3% gegenüber Vorjahr auf 64,5Mrd.€. Die Importe elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland gaben im Oktober um 1,5% gegenüber Vorjahr auf 17,7Mrd.€ nach. Kumuliert von Januar bis Oktober legten sie um 2,8% auf 162,9Mrd.€ zu und wuchsen damit praktisch genauso stark wie die Ausfuhren. „Die Exporterwartungen der Unternehmen haben sich im November erholt“, so Gontermann. „Unterm Strich sind sie aber weiterhin leicht negativ. Das heißt, für die nächsten drei Monate rechnen immer noch mehr Firmen mit einer Abkühlung als mit einer Belebung ihres Ausfuhrgeschäfts.“
Bild: Destatis und ZVEI-eigene Berechnungen
Bild: Destatis und ZVEI-eigene Berechnungen



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