Feb
26
2020

Maschinenbau: Indonesien hat noch viel Luft nach oben

Ein Markt mit viel Potenzial, aber zugleich auch vielen Unwägbarkeiten – so stellt sich Indonesien, Gastland der diesjährigen Hannover Messe, für die Maschinenbauer aus Deutschland dar. Seit 2015 rangiert das asiatische Land in der Exportstatistik des Maschinenbaus zwischen Platz 40 und 43. Das jährliche Exportvolumen für Maschinen und Anlagen aus Deutschland lag in diesem Zeitraum zwischen 700 und 800Mio.€, im vergangenen Jahr wurden geschätzt 800Mio.€ erreicht. „Indonesien importiert insgesamt allerdings deutlich mehr Maschinen und Anlagen als andere Märkte dieser Größenordnung. Von daher ist für die Unternehmen aus Deutschland und Europa noch deutlich Luft nach oben. Das mögliche jährliche Volumen für deutsche Maschinenexporte dürfte zwischen 1 und 1,5Mrd.€ liegen“, sagt Klaus Friedrich, Indonesien-Experte der VDMA Außenwirtschaft. Allerdings gilt der indonesische Markt als wenig transparent. Investitionsvorhaben werden oft durch administrative und sonstige Rahmenbedingungen (z.B. Mängel in der Infrastruktur) negativ beeinflusst. Deutschland ist für Indonesien der größte europäische Maschinenlieferant mit einem Anteil von rund 6% aller importierten Geräte, und liegt damit auch vor den Vereinigten Staaten. Der indonesische Maschinenmarkt wird allerdings beherrscht von China (rund 32%) und Japan (rund 19%). Die Maschinen- und Anlagenlieferungen aus Deutschland erstrecken sich über alle Industriezweige hinweg. Wichtigste Fachzweige waren zuletzt Fördertechnik, Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen sowie Allgemeine Lufttechnik. Die Anzahl von Niederlassungen oder Tochtergesellschaften deutscher Maschinen- und Anlagenbauer ist deutlich niedriger als in Thailand, Malaysia oder Vietnam. Der VDMA notiert beispielsweise für Malaysia eine hohe zweistellige Anzahl, Indonesien dagegen liegt nur im unteren zweistelligen Bereich.
Bild: Statistisches Bundesamt, VDMA e.V.
Bild: Statistisches Bundesamt, VDMA e.V.



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