Die Profibus Nutzerorganisation hat für Profinet zur Sensor/Aktorvernetzung nach Optimierungsansätzen gesucht, um es gerade unter den Bedingungen einfacher Sensor-/Aktorvernetzung in Linienstrukturen zum schnellsten Echtzeit-Ethernetsystem zu entwickeln. Im Rahmen einer Zwischenbilanz wurde gemeinsam mit den Verbundpartnern Phoenix Contact GmbH und Siemens AG die Analysephase des BMBF-Projekts \’Echtzeit Ethernet in der Sensor/Aktorvernetzung\‘ am Institut Industrial IT der FH Lippe und Höxter vorgestellt. Bei der einfachen Sensor-/Aktorvernetzung kommen nur geringe Datenmengen vor, bei deren Übertragung Projektleiter Prof. Dr. Jürgen Jasperneite Optimierungspotenzial anmeldet. Die selbst gesetzte Messlatte heißt Ethercat – ein Summenverfahren, bei dem mit einem Frame mehrere Teilnehmer mit Daten versorgt werden, im Gegensatz zu Profinet, das mit individuellen Frames für jeden Teilnehmer bei der Datenzustellung arbeitet. Es wurden Verfahren zur Echtzeitübertragung entwickelt, mit denen man die Laufzeit durch Verringerung der Durchleitezeit der Teilnehmer positiv beeinflussen kann. Gleichzeitig wird der Telegrammoverhead reduziert. Hierbei kann die Zykluszeit dann verringert werden, wenn die Frames zum physikalisch letzten Teilnehmer als erstes und zum direkt benachbarten Teilnehmer als letztes gesendet werden. Ist die Bedingung erfüllt, dass die Summe aus Durchleitezeit eines Teilnehmers und Verzögerung auf dem Medium kleiner ist als die Frameübertragungszeit, so stellt sich ein Windschatteneffekt ein. Zur Hannover Messe 2008 sei ein Prototyp geplant, so Jasperneite, von dem sich die PNO die Überlegenheit ihres Produkts auch in der Linie bei kleinen Datenmengen erhofft.
Profinet versus Ethercat
PROFIBUS Nutzerorganisation
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