Die neuen Controller LMC 101 C und LMC 201 C ergänzen die bestehende LMC-Controller-Familie von PacDrive 3 mit den Typen LMC 300C, 400C und 600C. Sie verfeinern die Skalierbarkeit der Controller-Performance im Bereich unterhalb von acht Achsen, sodass jetzt eine Durchgängigkeit über das gesamte Spektrum bis 99 synchronisierbare Servoachsen besteht. Die neuen Controller sind der Auftakt zu der Strategie, mit PacDrive neue, bisher nicht adressierte Nutzerkreise zu erschließen. Mit den Typen LMC 101 C/201?C optimiert Schneider Electric einerseits sein Angebot für seine traditionellen Kunden, deren ´Tagesgeschäft´ servo-basierte Produktions- und Verpackungsmaschinen mit acht und mehr Servoachsen sowie mit Robotikelementen sind. Diese benötigen durchgängige Steuerungssysteme von der einfachen bis zur Hochleistungsmaschine, mit voller Portierbarkeit der Maschinenprogramme und einheitlichen, durchgängig nutzbaren Tools. Kostendruck zwingt jedoch auch sie, für einfache Maschinen kostengünstige Steuerungslösungen ohne teuren funktionalen Overhead einzusetzen. Durch LMC 101 C/201C wird die PacDrive-Technologie aber auch für Anwender aus ganz neuen Segmenten des Maschinenbaus interessant, die sich traditionell im Bereich SPS-basierter Automatisierungskonzepte bewegten. Hier sind insbesondere die Hersteller von Textilmaschinen, Holz-, Glas- oder auch Keramik-Ver- und -Bearbeitungsmaschinen zu nennen. Daneben finden sich in einer Vielzahl von Branchen weitere Anwendungsbereiche, etwa für den maschinellen Beschnitt von Papierprodukten, Maschinen zum Anbringen von Tragegriffen, zum Einlegen von Beipackzetteln in Faltschachteln – das Spektrum solcher einfacheren Anwendungen ist riesig. Maschinebauer aus diesen Branchen steigen im Zuge steigender Ansprüche an die Produktivität und Flexibilität ihrer Maschinen zunehmend auch in den Bereich der Servotechnik ein. Kombination mit Stand-alone- Servoreglern Mit LMC 101 C/201C stehen jetzt für solche Anwendungen Controller aus der PacDrive-Welt zur Verfügung. Vorteile bilden sie noch einmal mehr zusammen mit den neuen Stand-alone-Servoreglern der Reihe Lexium LXM 52: Bei gleichem Formfaktor wie die innerhalb der PacDrive-LMC-Familie aus der Reihe fallenden LMC 101 C/201 C haben sie mit Netzfilter und Stromversorgung alles an Bord, was für schlanke Automatisierungslösungen im Bereich weniger Servoachsen erforderlich ist. Der LMC 101 C synchronisiert bei einer Zykluszeit von einer Millisekunde bis maximal vier Servoachsen, der LMC 201 C bis maximal acht. Beide können darüber hinaus ebenso wie die leistungsfähigeren Modelle bis zu 256 virtuelle Achsen synchronisieren. Neu ist für PacDrive, dass bei beiden Controller-Typen Atom-Prozessoren zum Einsatz kommen. Wie alle Controller von PacDrive vereinen auch die Typen LMC 101 C und 201 C auf einer Steuerungsplattform Motion-Control- und Robotik-Steuerungsfunktionalitäten mit einer leistungsfähigen SPS, die 1.000Bit SPS-Anweisung in 5µs abarbeiten kann. Bis zu 4.096 Kurvenscheiben mit einer Nocken-Zykluszeit von 250µs sind programmierbar. Zwischen elektronischen Kurvenscheiben kann während des Betriebs gewechselt werden. Sercos und CANopen onboard Eine Stärke von LMC 101 C/201 C liegt in den vielseitigen Möglichkeiten der Kommunikation. Basis ist die schnelle Sercos III-Kommunikation mit 1ms Zykluszeit. Die Sercos-Kommunikation kann sich dank des universellen Profils von Sercos III als Automation Bus außer über die Antriebskommunikation auch durchgängig über die E/A- und die sichere Kommunikation erstrecken. Neben der Sercos-Schnittstelle verfügen beide Controller onboard über jeweils eine Ethernet und eine CANopen-Schittstelle. Ein Steckplatz für eine Schnittstellenkarte ist die Basis, um das Spektrum zusätzlich um eine Profinet-, eine Ethernet/IP- oder eine Profibus-DP-Schnittstelle zu erweitern. Neben den Feldbus-Schnittstellen bieten die Controller eine serielle Schnittstelle, einen Geber-Eingang (für Sin/Cos- oder Inkremental-Geber) sowie eine USB-Schnittstelle an. Die frontseitig integ-rierten zwölf digitalen Eingänge und acht digitalen Ausgänge bieten einen Weg, bei einfachen, kostensensitiven Automatisierungslösungen auf separate, über Sercos-Buskoppler in die Kommunikation integrierte Klemmen zu verzichten. Vier der Eingänge sind als schnelle Zähler bzw. Touchprobe-Eingänge ausgeführt. Bei Bedarf einiger weiterer digitaler Eingänge besteht zudem die Möglichkeit, diese beispielsweise über integrierte Eingänge der neuen Stand-alone-Servoregler LXM 52 zu realisieren. Grundsätzlich immer können darüber hinaus mit dem universellen TM5-/TM7-I/O-System von Schneider Electric verteilte I/O-Lösungen in IP20 oder IP67 für die schnelle Kommunikation über Sercos III installiert werden. Plug & Play Ein zweitstufiges Konzept wurde für die Speicherung von Anwendungsdaten umgesetzt: Primäres Speichermedium ist eine SD Card mit 512kB, sie fungiert als Boot-Laufwerk und Programmspeicher. Die SD Card kann problemlos kopiert und vor allem portiert werden, bei einem Austausch des Controllers sind alle erforderlichen Daten mit wenigen Handgriffen in die nächste Steuerungs übertragbar. Für die darüber hinausgehende Speicherung von Massendaten sind an die USB-Schnittstelle des Controllers externe Laufwerke anschließbar. Mit Blick auf hohe Verfügbarkeit und Usability finden sich bei LMC 101 C und 201 C darüber hinaus alle Funktionalitäten, der PacDrive-Technologie: Die Controller können wie die größeren Modelle auch die Komponenten der Servoantriebslösung bei Erstinbetriebnahme oder nach einem Wechsel einzelner Komponenten automatisch parametrieren und durch Sercos III automatisch Bus-Adressen zuweisen. Weisen Komponenten der Antriebslösung falsche Firmware-Stände auf, wird automatisch ein Update durchgeführt. Die weitgehenden Möglichkeiten der Diagnose, traditionell eine der Stärken der PacDrive-Technologie, sind auch bei LMC 101 C/201 C in vollem Umfang implementiert. In die Gerätefront integ-rierte LEDs informieren über den Betriebszustand, das ebenfalls integ-rierte vierzeilige alphanumerische Display zeigt den Firmware-Stand, die IP-Adresse und weitere Basisinformationen an. Bei Störungen gibt es in Klartext Meldungen über potenzielle Ursachen für eine Vielzahl von Situationen aus. Darüber hinaus kann der integrierte Meldungslogger ausgelesen werden. Drei Taster unter dem Display erlauben die Navigation durch die Menüs. Fuß in der Tür zur High-End-Welt Die neuen Controller sprechen für sich, wenn bei schrumpfenden Kostendifferenzen die Frage aufkommt, ob SPS-basierte Steuerungstechnik um Motion-Control-Elemente noch ausreichen oder ob der Einstieg in eine gewachsene Logic Motion Control-Technologie der bessere Weg ist: Die Entscheidung für LMC 101 C/201 C öffnet den Weg für High-End-Technologie, die viele zukünftig aufkommende Fragen nach technischen Features vorweg nimmt: Moderne Ethernet-basierende Kommunikation auf Basis von Sercos, gleichzeitig die Option, zu jedem Zeitpunkt von festverdrahteten Safety-Konzepten zu integrierten Konzepten über zu gehen. Die Motion-Control-Qualitäten und Zykluszeiten von PacDrive bewegen sich im Spitzenfeld dessen, was am Markt verfügbar ist. Das für modulare Maschinen ausgelegte Programmierkonzept mit einem umfangreichen Bestand an Bibliotheksfunktionen ist nach wie vor richtungsweisend. Die LMC x01 C-Controller werden viele Anwender nachdenklich stimmen, die SPS-basierte, um Motion Control Funktionalitäten erweiterte Steuerungskonzepte bisher für ausreichend hielten.
Ausbau der LMC Controller-Familie für Anwendungen mit wenigen Servoachsen: Schneider Electric zielt mit PacDrive auf neue Branchen
-
Retrofit für die Industrie 4.0
So lassen sich alte Steuerungen wirtschaftlich OPC-UA-fähig machen
Viele Produktionsanlagen arbeiten noch mit Steuerungen, die seit Jahrzehnten zuverlässig ihren Dienst verrichten. Für Industrie-4.0-Anwendungen müssen diese Systeme jedoch zunehmend in moderne Datenarchitekturen eingebunden werden. Retrofit-Lösungen ermöglichen es,…
-
KI perfektioniert Phishing-Angriffe – von personalisierten Mails bis zu Voice Cloning
Wenn Maschinen Vertrauen imitieren
Die KI generiert nicht nur immer neue Hacker-Tools, sondern verbessert die Glaubwürdigkeit von Phishing Mails durch perfide Tricks. Doch auch die Gegenseite rüstet sich mit KI-Tools gegen digitale…
-
Interview: Wie neue EU-Regularien Maschinenbauer zu sicheren Kommunikationsarchitekturen zwingen
„Cybersecurity ist heute keine Option mehr“
Mit neuen regulatorischen Vorgaben wie dem Cyber Resilience Act steigt der Druck auf Maschinenbauer und Gerätehersteller, Cybersecurity systematisch in ihre Produkte zu integrieren. Gleichzeitig eröffnet eine sichere Kommunikationsinfrastruktur…
-
IO-Link-Safety-Lösungen
Mit der Kombination robuster Sicherheitskomponenten und IO-Link Safety ermöglicht Euchner eine durchgängige, sichere Kommunikation in der Automatisierung – auf dem gesamten Weg von der Steuerung bis zum Sensor…
-
Im Interview: Wie NI und DataTec den europäischen Testmarkt neu denken
Vom Messgerät zur Datenplattform
Beim Besuch von National Instruments bei DataTec tauschten sich Ritu Favre, President Test & Measurement bei Emerson, und Markus Kohler, Vorstand DataTec, über aktuelle Entwicklungen im europäischen Test-…
-
Skalierbare IPC-Plattform
Spectra bietet mit der MD-3000-Serie von Cincoze eine modulare Embedded-Computer-Plattform an, die speziell…
-
ABB Robotics ernennt neuen Cluster-Manager für DACH-Region
ABB Robotics hat Marc-Oliver Nandy zum Cluster-Manager für die DACH-Region ernannt.
-
Für sichere Maschinennetzwerke
Industrial Security-Gateway und Maschinenfirewall
Sichere Maschinennetzwerke werden mit den aktuellen Vorgaben der Europäischen Maschinenverordnung und der IEC62443…
-
Spürbarer Dämpfer in den Bestellungen
Maschinenbau-Auftragseingang im Februar
Der Auftragseingang im Maschinenbau ist im Februar abermals gesunken und die Stimmung der…
-
Für die DACH-Region
Schneider Electric: Neuer Vice President Secure Power
Schneider Electric hat Marco Geiser zum neuen Vice President Secure Power DACH ernannt.
-
Yaskawa strukturiert Führungsspitze in Europa um
Yaskawa hat eine Neustrukturierung der Geschäftsführung in seiner europäischen Zentrale vorgenommen.
-
Ifo-Konjunkturumfrage
Unternehmen planen mit höheren Preisen
Deutlich mehr Unternehmen in Deutschland planen mit höheren Preisen.
-
Ann Fairchild neue CEO
Siemens USA unter neuer Leitung
Siemens hat Ann Fairchild zur neuen Geschäftsführerin von Siemens USA ernannt.
-
IO-Link Safety: Sicherheit vernetzt im Feld
Die Automation ändert sich rasant – sicherheitstechnische Anforderungen ebenso. Mit IO-Link Safety entsteht…
-
Mit integrierter Sicherheitstechnik
MDR-Controller für die Intralogistik
Die IP54-geschützten MDR-Controller EP741x von Beckhoff sind je nach Bedarf mit und ohne…
-
Lebensmittelkonformer Oberflächenschutz
Aluminium-Antriebe
Mit NXD Tuph von Nord Drivesystems können Anwender auch in hygienesensiblen Applikationen von…
-
Für datenintensive Industrieumgebungen
1HE-Rack-PC
Für PXI-Testsysteme, Echtzeitanwendungen und die Industrieautomation sind hohe Datenraten, geringe Latenzen und flexible…
-
Gemeinsam zum vollständig integrierten Automatisierungs-Stack
Salz Automation und Tele vereinbaren Partnerschaft
Salz Automation und Tele Haase Steuergeräte gehen in ihrer Partnerschaft einen entscheidenden Schritt…
-
3D-Druck
Harting eröffnet Zentrum für 3D-Druck
Harting hat in seinem Werk Rahden ein „Center of Competence Additive Manufacturing“ eröffnet.
-
Mikko Soirola
Neuer CEO für Elisa Industriq
Mikko Soirola startet als neuer CEO bei Elisa Industriq.
-
Drehkreuz in Südamerika
Wika eröffnet neues Werk in Brasilien
Wika hat Mitte März ein neues Werk am Standort Boituva in Brasilien eröffnet.
-
Feldbuskoppler
Feldbus und Anzeige konsequent integriert
In Profinet-basierten Anlagen übernimmt das PN220 von Motrona die Funktion eines Feldbuskopplers und…
-
Seit März
Hannover Messe erhält eigenen Geschäftsbereich
Zum 1. März hat die Deutsche Messe einen eigenständigen Geschäftsbereich eingerichtet, der sich…
das könnte sie auch interessieren
-
Miniatur-Sensoren realisieren hohe Reichweiten
So weit, so klein
-
Dank Binnenmarkt
Deutsche Elektroexporte mit Plus auch zum Jahresbeginn
-
















