Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein und glitzernder Schnee – so sieht der perfekte Winterurlaub aus. Doch wer ins Tal wedelt, ahnt nicht, wie viel Technik sich im Verborgenen abspielt, damit er jeden Morgen frisch präparierte Pisten vorfindet. In großen Gebieten gibt es oft Hunderte von Schneeerzeugern, die an wichtigen Punkten montiert sind oder auch mobil eingesetzt werden. Damit sie die weiße Pracht produzieren können, brauchen sie neben bestimmten klimatischen Bedingungen vor allem elektrischen Strom und natürlich ausreichend Wasser. Pumpstationen, Speicherseen und mindestens 1,50m tief verlegte Rohrleitungen sorgen für die Versorgung mit dem kostbaren Nass. Hinzu kommen Stromleitungen und auch Datenkabel, um die einzelnen Anlagen aus der Ferne steuern und kontrollieren zu können. Werte wie Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit, Durchflussmengen der Pumpen, Wassertemperatur und -druck müssen ständig überwacht werden, um einen optimalen Ablauf zu gewährleisten. Schließlich lässt sich Schnee nur bei bestimmten Klimaverhältnissen erzeugen. Außerdem müssen die Rohrleitungen ständig auf Leckagen kontrolliert werden. In großen Höhen, wo Permafrost herrscht, ist es zudem wichtig, die Rohrleitungen sofort nach der Beschneiung zu entleeren, damit stehendes Wasser nicht gefriert. Verständlich, dass all dies nur mit ausgefeilten Automatisierungssystemen erfolgen kann. Normalerweise laufen alle Daten auf einem oder mehreren Leitständen auf, wo sie visualisiert werden. Der Schneimeister entscheidet dann zusammen mit dem Pistenverantwortlichen, der die Strecken abfährt und in Augenschein nimmt, an welchen Stellen beschneit werden muss. Am Anfang der Saison bedeutet das häufig, dass alle Erzeuger unter Volllast arbeiten, um bei dem ersten Frost möglichst schnell befahrbare Pisten herzustellen. Später geht es – je nach Wetterlage – oft nur noch darum, bestimmte Bereiche zu beschneien, um den Sportlern hier einen optimalen Untergrund zu bieten. Im Leitstand werden aber nicht nur solche Zentral- oder Gruppenschaltungen ausgelöst: Hier werden auch alle anderen Parameter überwacht, um beispielsweise Rohrbrüche sofort feststellen zu können. Ein ausgefeiltes Alarmmanagement gehört heute ebenso zum Standard wie die Aufzeichnung von Messwerten, Lastmanagement und die Überwachung der Einhaltung von Wasserkonzessionen. Ein Unternehmen, das sich auf solche ausgefeilten Beschneiungslösungen spezialisiert hat, ist TechnoAlpin mit Sitz in Bozen. Der Weltmarktführer entwickelt und fertigt Schneeerzeuger – liefert aber auch komplette Anlagen und hat zu diesem Zweck eigene Steuerungen entwickelt, die perfekt auf solche speziellen Anwendungen in Eis und Schnee mit ihren großen Entfernungen zugeschnitten wurden. \“Unsere eigenen Produkte werden normalerweise über das Modbus-Protokoll miteinander vernetzt\“, erklärt Gerald Reichegger, Entwickler bei TechnoAlpin. Es gibt aber auch Mischanlagen, die aus Komponenten verschiedener Firmen zusammengesetzt werden. Manchmal müssen ältere, vorhandene Schneeerzeuger unterschiedlicher Hersteller integriert werden. \“Manche Kunden wünschen auch ganz bewusst die Steuerung oder Visualisierung eines anderen Lieferanten, um herstellerunabhängig zu bleiben\“, so Reichegger weiter. Das gemeinsame Kommunikationsprotokoll in diesen Fällen ist dann üblicherweise Profibus DP. Für die Steuerungen von TechnoAlpin ist das kein Problem. Das Unternehmen bietet eine Hardwarekomponente in Form eines REG-Gerätes an, die im Schaltschrank neben der Steuerung platziert wird und die Schnittstelle zu Profibus bildet. Leider gibt es aber auch Hersteller, deren Geräte nicht nach dem Profibus-DP-Standard, sondern auf dem älteren Feldbus-Level arbeiten. \“Wir müssen natürlich auch solche Geräte in eine Anlage integrieren können\“, erklärt Gerald Reichegger. Folglich suchte man für die eigenen Geräte nach Asics, die in der Lage sind, die Anbindung an Profibus DP und an das Feldbus-Protokoll zu ermöglichen. \“Wir haben einige Hersteller gefragt und sind nicht überall auf offene Ohren gestoßen\“, bemängelt Reichegger. \“Je größer ein Unternehmen ist, desto schwieriger wird es, überhaupt einen kompetenten Experten ans Telefon zu bekommen\“, erzählt er von seinen Erfahrungen. Schließlich war bei dieser Aufgabenstellung mit der auf dem Markt verfügbaren Hardware nicht viel zu machen. Es mussten einige Änderungen an der Software vorgenommen werden. \“Hier winken viele gleich ab, weil sich der Aufwand für sie nicht sofort rechnet\“, erklärt Reichegger. Bei profichip aus Herzogenaurach war TechnoAlpin mit ihrem Wunsch jedoch an der richtigen Adresse. \“Wir sind zwar von der Mitarbeiterzahl her relativ klein – dadurch aber besonders flexibel für Kundenwünsche und Sonderlösungen\“, erklärt Lothar Schröttel, bei profichip für den Vertrieb verantwortlich. So veränderte das profichip-Entwicklungsteam um Applikationsingenieur Peter Fredehorst die Konfiguration des Profibus-Asics nach den Wünschen von TechnoAlpin schnell und unkompliziert. \“Wir sind sehr glücklich über die Zusammenarbeit mit profichip und werden sicher künftig noch öfter auf das Know-how aus Franken zurückgreifen\“, fasst Gerald Reichegger seine guten Erfahrungen zusammen. Hannover Messe 2012 Halle 9 Stand F18
Pistenprofis Ski und Rodel gut mit Profibus
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