Fehlersicheren Systemlösungen wird weltweit immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Das hat dazu geführt, dass parametrierbare Sicherheitsschaltgeräte immer häufiger zum Einsatz kommen, um das Sicherheitsniveau noch präziser an das Gefahrenpotenzial anpassen zu können. Das Modulare Sicherheitssystem (MSS) aus der Baureihe Sirius 3RK3 von Siemens ermöglicht es dank seiner schnellen und einfachen Parametrierung, Maschinen flexibel und wirtschaftlich auszurichten. Das MSS Sirius 3RK3 ist Teil des durchgängigen Sicherheitskonzepts Safety Integrated von Siemens, das sich nahtlos in die Standardautomatisierung integrieren lässt. Es kann in Sicherheitsapplikationen bis SIL3 gemäß IEC61508/ 62061 und Performance Level e gemäß EN13849-1 eingesetzt werden. Vorteile des Systems sind hohe Funktionalität und wirtschaftliche Vorteile, die auch bei komplexen Maschinen und großen Anlagen deutlich werden. Mit AS-Interface-Anschluss Die wohl bedeutendste Erweiterung des neuen Zentralmoduls Advanced ist die Möglichkeit, nun auch AS-Interface anzubinden. Über das Protokoll ASIsafe können fehlersichere Signale zwischen MSS und der Feldebene ausgetauscht werden. Damit übernimmt das System die Funktion eines Sicherheitsmonitors, wie es ihn schon seit Jahren innerhalb von ASIsafe gibt. Auch die Leistungsfähigkeit des neuen Zentralmoduls wurde gegenüber dem bisherigen Zentralmodul Basic erweitert: Nun können neun zusätzliche Module (bisher sieben) angereiht werden. So entsteht eine leistungsfähige, erweiterbare Einheit, die bis zu 31 sichere AS-i-Sensoren, wie zum Beispiel Not-Halt-Befehlsgeräte und Positionsschalter, erfassen und auswerten kann. Statt der Parallelverdrahtung zwischen Sicherheitsschaltgerät und fehlersicher abzuschaltenden Aktoren lässt das MSS Advanced nun auch die Option der Ansteuerung sicherer dezentraler AS-i-Ausgänge zu. So können bis zu zwölf unabhängige sichere Abschaltgruppen gebildet werden, die über ASIsafe die betreffenden Aktoren bzw. Verbraucherabzweige wie Direktstarter oder Wendestarter ansteuern. Das vereinfacht das Engineering und reduziert den Verdrahtungsaufwand erheblich. Eine wichtige Funktion stellt der sichere Datenaustausch zwischen mehreren MSS-Systemen dar. Dabei fungiert AS-Interface als Kommunikationsbus, sodass sich die Daten der Sicherheitssysteme direkt verarbeiten lassen. Das modulare Sicherheitssystem kann auch über ein Interface-Modul an die Steuerung angebunden und so Prozess- und Diagnosedaten ausgetauscht werden. Dabei ermöglicht das MSS Advanced einen zyklischen Datenaustausch von 64 Bit statt 32 Bit beim MSS Basic. Zudem lassen sich Parametrierdaten über Profibus herunterladen. Wie auch schon beim MSS Basic können auch bei der Ausführung Advanced azyklisch Diagnosedaten übertragen werden, die sofort wichtige Informationen über eine Störung bzw. Auslösung anzeigen. Das gilt nicht nur für die Sicherheitstechnik, sondern auch für die Standard-Automatisierung. Auch das zeigt die hohe Flexibilität dieser Gesamtlösung. Komfortabel parametrieren Neben einer Reihe von neuen Funktionselementen wurden in der Parametriersoftware MSS ES weitere Verbesserungen integriert, die sich mit MSS Advanced nutzen lassen. So lässt sich in der Software eine Bibliothek mit eigenen Funktionseinheiten zusammenstellen, wobei jeder Anwender nur seine eigenen Makros sehen kann. Diese können beliebig im- und exportiert werden. Auf diese Weise lassen sich Bausteine individuell zusammenfassen, die bei anderen Projekten wieder verwendet bzw. angepasst werden können. Dies alles führt zu einer beschleunigten Projektierung bzw. Parametrierung. Mehr Flexibilität durch neue Funktionen Dank seiner Funktionen ist das MSS Advanced vielfältig einsetzbar: Beispielsweise in kompakten Maschinen, bei denen die funktionale Sicherheit durch den Einsatz von Sicherheitstechnik lokal erfolgt. Aber auch weitläufige Anlagen, die mit ASIsafe aufwandsarm verbunden werden, können über das MSS Advanced ausgewertet werden. Und nicht zuletzt lassen sich über ASIsafe auch Aktoren dezentral sicher ansteuern – wirtschaftlicher und flexibler als mit bisherigen Lösungen mit AS-i-Sicherheitsmonitoren. Mehrere Sicherheitszellen können mit jeweils einem MSS überwacht werden, die untereinander aber via ASIsafe miteinander kommunizieren. Das neue System bietet dem Anwender eine ganze Reihe von Vorteilen: – Signale können über zentrale Eingänge oder AS-Interface eingelesen werden – Reduzierung des Verdrahtungsaufwands – Vereinfachtes Sammeln von Sensorsignalen in weitläufigen Anlagen über AS-Interface – Querverkehr über AS-Interface, d.h. Datenaustausch zwischen mehreren Zentralmodulen – Dezentrales Abschalten von Antrieben über AS-Interface Beispielanwendung: Safety in Großanlage Die Kuhne Anlagenbau GmbH in Sankt Augustin baut siebenschichtige tripple-bubble Blasfolienanlagen für den Weltmarkt. Für eine riesige Anlage in Frankreich, die in hoher Geschwindigkeit Folien mit großer Festigkeit herstellt, suchten die Verantwortlichen nach einem intelligenten Sicherheitssystem, um vor allem die begehbaren Anlagenteile wirkungsvoll zu schützen. Das Modulare Sicherheitssystem MSS war dafür genau passend, denn es lässt sich über die Softwareprogrammierung einfach anpassen und modular erweitern. Überzeugt hat Kuhne vor allem, dass sich die Möglichkeiten des Sensors auf der Sicherheitsschaltgeräteseite flexibel abbilden lassen. Dabei ermöglicht die komfortable Parametriersoftware MSS ES ein einfaches Verbinden der Sicherheitslogik. Kasten: Vorstellung neuer Zentralmodule in Hannover Auf der Hannover Messe 2012 präsentiert Siemens neue Zentralmodule des SIRIUS Modularen Sicherheitssystems, die als Sicherheitsmonitor für die Auswertung von sicheren Signalen über AS-interface eingesetzt werden können.
Sicherheitssystem – flexibel im Einsatz
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