Die Zahl der Ingenieure im Maschinenbau ist in den letzten drei Jahren um 7.200 auf 167.500 Personen (16,1% aller Beschäftigten) gestiegen. Der Anteil der Frauen an den Ingenieuren erreichte 2010 7,1% (2007: 5,8%). Ausländische Mitarbeiter stellen unverändert 6% der Ingenieure; zwei Drittel davon kommen aus europäischen Ländern. Für die nächsten fünf Jahre rechnen 55% der befragten Mitgliedsunternehmen mit einer Zunahme der Ingenieure im eigenen Unternehmen. 38% gehen davon aus, dass sich die Zahl der Ingenieure nicht ändern wird. Fast drei Viertel (73%) der Unternehmen wollen in den nächsten Jahren Ingenieure für Forschung, Entwicklung und Konstruktion einstellen. 58% benötigen Ingenieure für Vertriebsaufgaben, 24% suchen Ingenieure für die Produktion und 21% hat Ingenieurstellen mit Aufgaben im Ausland zu besetzen. Einen Mangel an Bewerbern erwarten die Firmen in den nächsten Jahren vor allem im Bereich Forschung, Entwicklung und Konstruktion sowie im Vertrieb. \“Unternehmen, die Ingenieure für eine Auslandstätigkeit suchen, befürchten sogar zu drei Vierteln, dass sich nicht genügend Bewerber für die Stellen finden\“, berichtete kürzlich der neu gewählte Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA), Dr. Thomas Lindner. 77% der Unternehmen wird in den kommenden drei Jahren Maschinenbau- und/oder Verfahrenstechnik-Ingenieure einstellen. Knapp die Hälfte (49%) wird offene Stellen für Elektroingenieure haben. Mit einem Bedarf an Wirtschaftsingenieuren rechnen 39%. Rahmenbedingungen verbessern Um dauerhaft als Branche eine Chance im immer härter werdenden internationalen Wettbewerb zu haben, forderte Lindner die Politik auf, \’als Garant für Rahmenbedingungen\‘ zu wirken. \“Deutschland ist Industrieland und sollte es möglichst auch über viele Jahrzehnte noch sein\“, betonte der Unternehmer. Dazu müsse es für Investoren attraktiv sein. Der Steuerstandort Deutschland müsse investitionsfreundlich und der Fachkräftemangel behoben werden. \“Unsere Aufgabe, auch als Unternehmen, wird es sein, den Maschinenbau für die bei uns völlig unterrepräsentierte Gruppe der Frauen attraktiver zu machen.\“ Die gesellschaftliche Aufgabe werde auch darin bestehen, die zahllosen intelligenten Personen mit Migrationshintergrund für die Arbeitswelt zu gewinnen. \“Gerade wir, als internationale Industrie, könnten so viele von ihnen gebrauchen in unserem internationalen Netzwerk. Sie hätten bei uns – vorausgesetzt sie sind bildungswillig – außerordentliche Chancen und Möglichkeiten\“, so Lindner. (hsc)
Stabiler Wachstumstrend schafft Arbeitsplätze im Maschinenbau
Laut Schätzungen des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) gibt es zurzeit rund 5.000 offene Ingenieurstellen in der Branche. Insgesamt sind im Maschinen- und Anlagenbau – Stand August 2010 – 2010 909.000 Personen beschäftigt, 5.000 mehr als im Juni 2010. Besetzungsprobleme werden vor allem bei Auslandsjobs und für die Bereiche Forschung, Entwicklung und Konstruktion sowie im Vertrieb erwartet.
VDMA e.V.
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