Bei seinem Besuch informierte sich der FDP Politiker über die Firma und deren Ausbildungsprogramme. Der Besuch, so betonte Hans-Joachim Otto, sei auf eigenen Wunsch geschehen, da er \“immer auf der Suche nach guten Wirtschaftsvorbildern und den Perlen der deutschen Industrie\“ sei. Er sehe hier \“ein Beispiel, an dem sich viele andere Unternehmen orientieren können, von dem aber auch die Politik noch etwas lernen kann.\“ Mit ausgewählten Medienvertretern hatten sich Rittal-Inhaber Friedhelm Loh und Hans-Joachim Otto im persönlichen Gespräch über die Innovationsförderung unterhalten, sowie über die konjunkturellen Aussichten und Erwartungen der Branche. Man war sich einig, dass die Branche sich anstrengen müsse, um die hervorragende Position in Deutschland beizubehalten. Laut Otto werde Deutschland seinen Wohlstand nur sichern können, wenn die Innovationskraft des Landes weiter ausgebaut wird. Um diese Innovationskraft weiter auszubauen, betonte der Staatsekretär, sei es notwendig, gute steuerliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Die steuerliche Forschungsförderung wird laut Otto im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie positiv gesehen und vorangetrieben. Gerade die mittelständischen Unternehmen, zu denen auch die kleinen und jüngeren Unternehmen zählen, sieht Otto hier als Innovationstreiber. Durch besondere \“nicht Projekt gebundene\“ Abschreibebedingungen sollen diese Unternehmen in Zukunft ermutigt und auch entlastet werden. Unternehmer Friedhelm Loh begrüßte dieses Vorhaben in seiner Eigenschaft als ZVEI-Präsident, da \“70% der ZVEI-Mitglieder\“ Mittelständler seien. Gegenüber dem SPS-MAGAZIN gab Otto den den Aufwand mit einem einstelligen Milliardenbetrag an. Im November werde man sich innerhalb der Koalition zusammensetzen und einen Kassensturz machen. Dann seien die momentanen Steuereinnahmen und die Erwartungen für das kommende Jahr absehbar, um die Spielräume für solche Vorhaben auszuloten. Als ein großes Thema sieht H.-J. Otto den in Deutschland herrschenden Fachkräftemangel, der \“die Wirtschaftskraft im Boom\“ deutlich geschwächt habe. \“Bis zum Jahr 2030\“, so Otto, \“fehlen in Deutschland 4,4 Millionen Fachkräfte\“. Man sei jedoch im Bundeswirtschaftsministerium bemüht, den Zugang für qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland auf den deutschen Arbeitsmarkt zu erleichtern, ergänzte der Staatssekretär. Die Schulung und die Weiterbildung der Mitarbeiter habe hier ebenfalls höchste Priorität. Dies seien zentrale Komponenten. Er sehe sich motiviert, in diesen Punkten nachzulegen, weil diese auch genau den Überzeugungen entsprächen, die im Wirtschaftsministerium vorherrschten. Rittal ist als Arbeitgeber beliebt, laut Friedhelm Loh sei das Fehlen von qualifizierten Mitarbeitern im Unternehmen derzeit kein Problem. (kbn)
Staatssekretär Hans-Joachim Otto zu Besuch bei Rittal
Technologie- und Forschungsförderungen sollen für den Mittelstand erleichtert werden.
Anlässlich des zehnjährigen Bestehens des dualen Studiums \’Studium Plus\‘ und im zeitlichen Umfeld des 50. Geburtstages von Rittal besuchte Hans-Joachim Otto, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, am 5. Oktober 2011 die Firma Rittal in Herborn.
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