Diesen Ansatz der prozessintegrierten Qualitätssicherung verfolgt auch die maXYmos Baureihe, welche die Visualisierung, Auswertung und Dokumentation von Produktionsprozessen ermöglicht und so eine Null-Fehler-Produktion gewährleistet. Die XY-Monitore überwachen und bewerten die Qualität eines Produktes oder Fertigungsschrittes anhand des Kurvenverlaufs zweier Messgrößen. So werden über den Y-Kanal z.B. Kraft oder Drehmoment und mittels des X-Kanals Weg bzw. Drehwinkel erfasst. Mithilfe einer Vielzahl von Bewertungselementen kann der Anwender definieren, wie der Prozess überwacht und bewertet werden soll. Die XY-Monitore prüfen vor, während und nach der Produktion, ob der Kurvenverlauf den vorgegebenen Qualitätsanforderungen entspricht. Auf dieser Basis generieren sie das Ergebnis IO bzw. NIO und steuern so den weiteren Verlauf des Produktionsprozesses, z.B. beim Einpressen von Kugellagern, beim Nieten und Verstemmen von Gehäuseteilen oder bei der Prüfung von Federn. Werden Abweichungen erkannt, sortiert man die fehlerhaften Teile aus.
Individuelle Abläufe programmieren
Das Herzstück der Überwachungs- und Analysefunktionen der maXYmos-Familie ist der sogenannte Sequenzer Mode. Dieser ermöglicht Anwendern neben der Messung und Bewertung von Parametern eine programmierbare Ablaufsteuerung von komplexen Prozessen, ohne auf eine weitere externe Hardware wie z.B einer SPS und deren Programmierung angewiesen zu sein. Statt eine externe Logik einzubinden, können Anwender die Programmierung selbst über die Bedienoberfläche des Touch-Displays vornehmen und bei Bedarf anpassen. Dazu kann mit elf digitalen Eingängen und acht Ausgängen eine individuelle Schrittfolge eingerichtet werden, um prozessrelevante Zustände abzufragen und auszugeben. Zur Prozesssteuerung stehen diverse Sequenzerelemente zur Verfügung: Neben dem Einlesen bzw. Ansteuern von Ein- und Ausgängen sind dies z.B. frei definierbare Schaltschwellen der X- und Y-Achsen, If/Else-Bedingungen oder Timer- und Dialogfunktionen. Die Monitore prüfen Schritt für Schritt, ob die Bedingungen der individuell programmierten Ablaufsteuerung erfüllt wurden, und steuern auf dieser Basis den weiteren Prozessverlauf. Die Funktionalität des Sequenzer Modes lässt sich am Beispiel eines Pneumatikzylinders mit Endschaltern erläutern, der direkt bzw. über eine Ventilinsel mit dem Monitor verbunden wird. Weitere Sensoren, die zur Prozesssteuerung notwendig sind, werden ebenfalls direkt an den XY-Monitor angeschlossen. Zunächst fordert das Gerät über ein Dialogfenster dazu auf, ein Teil einzulegen. Wird dieses via Sensor erkannt, wird der nächste Schritt ausgeführt. Das maXYmos fragt dann die obere Endlage ab und setzt anschließend einen Ausgang zur Ansteuerung des Zylinders. Auch während der Messung lässt sich ein Prüfungsschritt einrichten, z.B. eine Wegschwelle zum Beenden der Zylinderansteuerung. Nach dem Ende der Messung können die digitalen Ausgänge über eine If/Else-Abfrage unterschiedlich gesetzt werden. Auf diese Weise wird ein fehlerhaftes Teil automatisch aussortiert oder ein Gutteil zum nächsten Produktionsschritt weitergeleitet. Anschließend beginnt die Sequenz erneut.
Für jede Aufgabe der richtige Monitor
Die Baureihe besteht aus drei Ausführungen, die sich durch eine einheitliche Systemphilosophie. Das maXYmos BL (Basic Level) eignet sich für Standardanwendungen im Bereich Montage und Produktprüfung, z.B. für Federprüfungen oder zur Überwachung von einfachen Einpressvorgängen. Mit dem TL (Top Level) lassen sich anspruchsvollere sowie mehrkanalige Applikationen umsetzen, während der NC (Numeric Control) die Kistler NC-Fügesysteme überwacht und steuert. Die Geräte sind untereinander PIN-kompatibel und bieten aufeinander aufbauende Funktionalitäten sowie gleichbleibende Menüstrukturen und Bedienoberflächen, so dass ein Wechsel zwischen den unterschiedlichen Ausführungen keine Schwierigkeiten aufwirft.
















