Mit IO-Link ist eine sichere und verlustfreie Übertragung des Signals vom Sensor bis zur Steuerung möglich. Hintergrund ist, dass bei der Übertragung eines Analog-Signals zur Steuerung mehrere Wandlungen von analog auf digital und umgekehrt notwendig sind. Jede dieser Wandlungen beeinflusst die Qualität des übertragenen Prozesswertes. Darüber hinaus beeinflussen elektromagnetische Störungen das Signal. Leider ist es in der Praxis gang und gäbe, dass Signalleitungen nicht, wie vorgeschrieben, getrennt von Energieleitungen verlegt werden. Ist zusätzlich die Ausführung der Schirmung nicht fachgerecht, leidet die Güte des übertragenen Prozesswertes. Das Ergebnis: Die an der Sensorspitze gemessenen Signale kommen an der Steuerung nicht an. Die Genauigkeit, die durch den Einsatz hochwertiger Sensorik erreicht werden könnte, geht damit auf der Übertragungsstrecke verloren. Ganz anders stellt sich die Situation bei IO-Link dar. Großer Vorteil ist, dass IO-Link nur eine Wandlung benötigt. Das analoge Signal vom Erfassungselement der Messgröße wird zu einem digitalen Signal gewandelt. Anschließend erfolgt die Signalverarbeitung und -übertragung vom Sensor über den IO-Link Master zur Steuerung rein digital. Dadurch werden Wandlungsverluste vermieden. Das an der Sensorspitze gemessene Signal kommt in gleicher Güte im Anwenderprogramm an. Zur Sicherheit wird die Signalgüte ständig überwacht. Ein zusätzlicher Nebeneffekt ist, dass damit der Anlagenführer oder der Service die gleichen Messwerte, sowohl am Messgerät wie auch auf der Anlagenanzeige übermittelt bekommt. Weiterer Vorteil: Die digitale Signalübertragung lässt sich von EMV-Störungen nicht beeinflussen. Dadurch sind kostenintensive geschirmte Leitungen nicht länger notwendig. Der Einsatz von IO-Link kann also kostenneutral im Vergleich zur bisherigen Analogtechnik gestaltet werden.
Wussten Sie schon, dass die Signalgüte messender Sensoren mit IO-Link deutlich gesteigert werden kann?
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