Ich bin seit mehr als zwanzig Jahren im Bereich der Automatisierungstechnik unterwegs. In dieser Zeit sind mir viele Anlagen und viele Applikationsingenieure über den Weg gelaufen. Immer wieder hat sich bei Inbetriebnahmen herausgestellt, dass Antriebe nicht richtig berechnet und/oder nicht richtig in Betrieb genommen wurden. Sehr häufig werden Antriebe überdimensioniert, da viele auf Nummer sicher gehen wollen. Mangelnde Dynamik und Energieverschwendung sind die Folgen, ganz abgesehen von den zu hohen Anschaffungskosten. Grundlegende Technologien verstehen Die Kenntnis über die unterschiedlichen Antriebstechnologien bildet die Basis für den richtigen Einsatz. Das Wissen darüber, welche Technologie sich für welche Anwendungsgebiete am besten eignet, ist für Auswahl und Dimensionierung von Antrieben von entscheidender Bedeutung. Parameter wie das Drehmomentverhalten, das Massenträgheitsmoment und das Drehzahlverhalten müssen verstanden und eingeordnet werden können. Vor der eigentlichen Dimensionierung des Antriebs steht also die Auswahl der richtigen Technologie. Ist ein Schrittmotor, ein Synchronservomotor oder ein Linearmotor die bessere Wahl? Welches Gebersystem ist erforderlich? Für diese Entscheidung braucht es das grundlegende Wissen über die zur Verfügung stehenden Technologien. Hilfe bei der Dimensionierung Hat man sich für die passende Technologie entschieden, dann geht es an die Dimensionierung des Antriebs und die konkrete Auswahl. Hierbei können Softwareprogramme für die Antriebsauslegung eine wichtige Hilfestellung bieten. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass diese nicht das Wissen dessen ersetzt, der die Auslegung vornimmt. Das ist ähnlich wie bei einem Navigationsgerät im Auto. Wenn ich nicht weiß, in welche Stadt Kirchberg ich fahren will, dann reicht es nicht, einfach nur Kirchberg einzugeben und dem Navigationsgerät blind zu folgen. Denn es gibt eine Vielzahl von Orten und Städten, die so heißen. Auch bei der Antriebsauslegung muss der Handelnde wissen, in welche Richtung er sich bewegt. An der Maschine beweist es sich Wenn nun der Applikationsingenieur an der Maschine steht, dann beweisen sich zweierlei: Wurde der Antrieb richtig ausgewählt bzw. dimensioniert, und versteht es derjenige, einen Antrieb optimal in Betrieb zu nehmen. Einen Motor zum Drehen zu bringen ist noch die leichtere Übung. Diesen aber optimal abzugleichen ist eine Kunst, die nicht allzu viele beherrschen. Dreiteilige Serie vermittelt Grundlagen Es gibt grundlegende Themen, die immer wieder kommuniziert werden müssen. Zum einen für den Nachwuchs an Technikern und Ingenieuren, zum anderen aber zur Auffrischung des Wissens. Das ist der Grund dafür, dass wir als SPS-Magazin gemeinsam mit der Firma Bosch Rexroth diese Serie veröffentlichen. In der Hoffnung, dass es vielen Lesern in der Praxis ganz konkrete Hilfestellung bietet.
Antriebstechnik von der Pike auf Dreiteilige Serie zu den Grundlagen der Antriebstechnik
Antriebstechnik ist ein komplexes Thema. Techniker und Ingenieure bekommen in Studium und Ausbildung Grundlagen dazu vermittelt. Oft stellt es sich dann im beruflichen Alltag heraus, dass Theorie und Praxis weit auseinander klaffen. Es ist eine Sache, die Wirkungsweise eines Asynchronmotors zu verstehen und diesen entwickeln zu können. Eine ganz andere Sache ist es, Antriebe zu dimensionieren und diese in Betrieb zu nehmen. In einer dreiteiligen Serie vermittelt das SPS-Magazin alle wesentlichen Grundlagen.
Bosch Rexroth AG
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