tonnen von Fischfilets gehen täglich über die Ladentheken, doch kaum jemand macht sich Gedanken darüber, wie aus dem Inhalt der Netze draußen auf dem Meer das verzehrfertige Stück wird, das wir ohne Haut und Gräten zubereiten können. Jemand, der die dazwischen liegenden Schritte zur Profession gemacht hat, ist die Firma Baader mit Sitz in Lübeck. Hier werden Maschinen für die Lebensmittelindustrie entwickelt und gefertigt, die Fleisch aller Art in verkaufsgeeignete Portionen zerlegen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Maschinen, die Fische verarbeiten – von der kleinen Sortiermaschine bis hin zur großen Produktionsanlage, die den Fisch komplett zerlegt. Die Produkte aus Lübeck sind weltweit im Einsatz und stehen üblicherweise dort, wo der Fisch gefangen oder gezüchtet wird. Die Anlagen sind voll automatisiert und reihen die notwendigen Arbeitsschritte lückenlos aneinander. Die fangfrischen Fische fallen also am Ende des Prozesses als fertige Filets vom Band. Ein geschlossener Vakuumkreislauf sorgt dafür, dass beim Ausnehmen nichts nach außen dringt und alle Abfälle in einem geschlossenen Behälter landen, in dem sie dann für die weitere Verwendung in der Futter- und Düngemittelindustrie abtransportiert werden können. Damit die Messer im Inneren der Maschine einerseits möglichst wenig gutes Fleisch wegschneiden und andererseits keine verbliebenen Gräten die Verbraucher verärgern, kommt es auf hohe Präzision an: Eine automatische Schnittsteuerung wurde entwickelt, um fehlgeschnittenes Fleisch zu reduzieren. Dabei helfen Drehgeber von Wachendorff. Fische exakt vermessen Als erster Produktionsschritt werden die Fische vermessen, indem ein über eine Feder gelagerter Hebel mit dem Messrad des Drehgebers über den Fisch läuft und so das Profil des Fisches aufnimmt. Den Weg dieses Rades registriert der Drehgeber und stellt die Daten dann der Schnittsteuerung zur Verfügung. Andere Verfahren scheiden hier aus, denn jeder Fisch ist anders, seine Oberfläche unregelmäßig gewölbt, nass und reflektierend. Berührungslose Methoden können deshalb nicht eingesetzt werden. Hinzu kommt, dass innerhalb der Maschine alle Teile schnell verschmutzen und unempfindlich sowie gut zu reinigen sein müssen. Rüdiger Eggert, zuständig für die Leitung der Elektrokonstruktion bei Baader, setzt an diesem Punkt deshalb Drehgeber von Wachendorff ein. Raue Umgebungsbedingungen Durch ihre Robustheit und mit Schutzart IP67 (IP65 direkt an der Welle) eignen sich die Drehgeber für solche rauen Umgebungsbedingungen. Die Edelstahl-Variante der WDG58er-Reihe ist speziell für die Lebensmittelverarbeitung entwickelt worden. Ist das Profil des Fisches einmal ermittelt, wird er über Bänder zu den Messern befördert, die in Sekundenbruchteilen Kopf, Flossen und Innereien entfernen und ihn dann noch von Gräten und je nach Fischart auch von der Haut befreien. Damit die Messer an allen Stellen präzise ansetzen, kommen bei dem Vorschub des Fisches ebenfalls Drehgeber zum Einsatz:Sie ermitteln die Position und liefern die exakten Daten für den Beginn und das Ende des Schnittes. Das Lager des Gebers übernimmt dabei gleichzeitig die Funktion des Gegenlagers. Eine Aufhängung kann also eingespart werden. Die Welle aus Edelstahl hält hohen Belastungen, Vibrationen und Kräften stand. Ein Arbeitsbereich zwischen -40 und +80°C sorgt für eine zuverlässige Erfassung in jeder Umgebung – auch bei auf Eis gekühlten Fischen.
Automatisch filetiert: Drehgeber sorgen für präzisen Schnitt
Um Fische maschinell von ihren Gräten zu befreien, eignen sich Drehgeber. Sie vermessen die Fische und stellen der Schnittsteuerung Daten zur Verfügung. Die Firma Baader nutzt für diese Aufgabe eine Maschine, die mit IP67-Drehgebern arbeitet. Sie sollen gewährleisten, dass das fertige Fischfilet keine Gräten mehr enthält und so wenig Abfall wie möglich entsteht.
Wachendorff Prozesstechnik GmbH & Co. KG
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