\“Wir haben unser weltweit führendes Angebot Totally Integrated Automation weiterentwickelt, um unsere Kunden in einer neuen Ära des modernen Engineerings zu begleiten\“, sagte Anton S. Huber, CEO des Siemens Industry Sectors anlässlich der Vorstellung des TIA-Portals. Die Software stellt erstmals eine gemeinsame Plattform für das Engineering der Steuerungstechnik und dezentralen Peripherie sowie für die Visualisierung des maschinennahen Bereichs bis hin zur Prozessvisualisierung in der Simatic-Welt zur Verfügung. Bei der Entwicklung des Frameworks ist Siemens nach eignen Aussagen erstmals völlig neue Wege gegangen: \“Es ging uns darum Workflows zu unterstützen und nicht einfach nur schöne neue Software einzuführen\“, erläuterte Huber. Was ist TIA-Portal? Der Name entstammt wohl der Herangehensweise in der Engineerings-Software. Startet man das Programm so öffnet das Programm zunächst eine Portalansicht mit einer aufgabenorientierten Bedienerführung. Beispielsweise die Hardwarekonfiguration, SPS-Programmierung oder Visualisierungsprojektierung sind hier übersichtlich angeordnet. Von der Vereinheitlichung und Optimierung der Benutzeroberfläche anhand von Workflows soll das Handling der verschiedenen Engineeringschritte deutlich vereinfacht werden. Intelligente Editoren blenden kontextsensitiv genau das ein, was der Bediener für seine jeweilige Aufgabe benötigt. Mehrere Editoren können gleichzeitig offen gehalten werden, auch das austauschen von Daten per \’Drag and Drop\‘ soll möglich sein. Eine gemeinsame Datenbasis ist die Grundlage für die Verbesserungen im Engineering. Da macht auch das TIA-Portal keine Ausnahme. Schon für das Zusammenspiel zwischen Steuerung und Visualisierung bringt das erhebliche Vorteile. Auch die Wiederverwendung von Projektteilen war ein wichtiges Ziel bei der Entstehung des TIA-Portals. Die Möglichkeiten des Frameworks gehen hier weit über das bisher übliche hinaus: Für den modularen Maschinen- und Anlagenbau lassen sich SPS-Code mit der dazu gehörenden Visualisierung zu Softwaremodulen zusammenfassen. Dabei können alle relevanten Informationen, wie z.B. Hardwarekonfiguration, Symbole, HMI-Bilder usw., in einem Bibliothekselement zusammengefasst werden. Die aktuellen Versionen von Step7 V11 und WinCC V11 sind heute bereits in das TIA-Portal integriert. Mit dem in das TIA Portal integrierten Sinamics StartDrive können derzeit Antriebsaufgaben mit dem Frequenzumrichter G120 in Betrieb genommen werden. Bei allen Neuerungen wurde von Siemens für weitgehende Kompatibilität gesorgt: So können Projekte, die mit den Projekterungs- und Visualisierungssystemen Step7, WinCC flexible oder mit WinCC erstellt wurden, in das TIA-Portal migriert werden. Fazit Was in diesem Jahr als TIA-Portal von Siemens vorgestellt wurde ist erst der Anfang eines zusammenwachsenden Engineerings. Das ist auch Siemens-Industry-Chef Huber klar: \“Man muss dieser Technologie Zeit geben\“, sagte er im Rahmen der Pressekonferenz. Es sei eine Langzeitinvestition ähnlich wie ein ERP-System. Am Ende des Entwicklungsprozesses soll ein durchgängiges System von der Sensorik bis in die PLM-Ebene stehen. Dieses Ziel hat Siemens bereits mit dem Zukauf von ehemals UGS – heute Siemens PLM – formuliert. Mit dem TIA-Portal ist das Unternehmen diesem Ziel wieder ein Schritt näher gekommen.
TIA-Portal: Egineering Redefined
Die Neuheit der Messe war sicherlich das neue Engineering-Framework \’TIA-Portal\‘ von Siemens. Auf einer Pressekonferenz erläuterte Anton Huber, CEO des Industry-Sectors, welche Bedeutung Siemens dieser Innovation beimisst.
Siemens AG
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