Im Jahr 2005 haben sich drei Partner in einer Kooperation einem Ziel verschrieben: Unzulänglichkeiten von Steckverbindern im Bereich Industrial Ethernet auszumerzen. Das Ergebnis ist die Steadytec-Technologie, die den Anwendern ein durchgängiges System bietet. Sie vereint sowohl Steckverbindertechnik als auch die Anschlusstechnik. Ende Mai 2008 und damit rund drei Jahre später trafen sich Vertreter der drei Partner BTR Netcom GmbH, Telegärtner Karl Gärtner GmbH und Weidmüller Interface GmbH & Co. KG in Geiselwind, um bei einem Round Table ein Resümee der bisherigen Arbeit zu ziehen. Wie Ulrich Wallenhorst, Chief Technology Officer, Weidmüller Interface GmbH & Co. KG, erklärte, erwirtschafteten die drei Unternehmen bisher einen siebenstelligen Umsatz mit den Steadytec-Produkten: \’Wir befinden uns absolut auf Kurs.\‘ In den vergangenen Jahren haben die Kooperationspartner ein Baukastensystem entwickelt, aus dem sich verschiedene Produkte für unterschiedliche Anwendungen realisieren lassen. Entwicklung geht weiter Alle Kooperationspartner erklärten, dass sie mit der bisherigen Arbeit sehr zufrieden seien. So entstehen auch viele neue Produkte. \’Im Moment sind wir dabei, eine neue Aufputzdose in Schutzart IP67 mit RJ45-Anschlusstechnik für Cat.6A bis 10GBit-Fähigkeit auf den Markt zu bringen\‘, erklärte Torsten Janwlecke, Geschäftsführer der BTR Netcom GmbH (Bild 4). Telegärtner steuert einen 19\“-Rangierverteiler bei. Steffen Schmall, Geschäftsleiter Vertrieb der Telegärtner Karl Gärtner GmbH, sagte: \’Darüber hinaus kommen die Hutschienenadapter mit RJ45- oder LWL-Anschlusstechnik von uns\‘ (Bild 3). Von Weidmüller, dem dritten Partner, gibt es ebenfalls Kooperationsprodukte: Wallenhorst stellte die Anschlussdosen in Schutzart IP67 für Wand- und Bodenmontage vor. Sie sind wahlweise mit Steckverbinderanschlüssen der Varianten V01, V04 und V05 mit ein bzw. zwei Ports verfügbar. Außerdem liefert Weidmüller ab Sommer dieses Jahres die Steckverbinder-Variante 1 in Kunststoff. Lösung für Automobilhersteller Die Normen und Anforderungen haben sich permanent weiterentwickelt. Deshalb sollen bald mit der Variante 14 Steadytec-Komponenten gemäß IEC61076-3-117 zur Verfügung stehen. Torsten Janwlecke fügte hinzu: \’Damit decken wir die Nachfrage nach Installationskonzepten ab, die die Anforderungen der Automatisierungsinitiative der deutschen Automobilhersteller (AIDA) erfüllen.\‘ Bereits heute nutzen Automobilhersteller Steadytec-Produkte. Ulrich Wallenhorst erlärte: \’Beispielsweise die Daimler AG setzt in Sindelfingen bereits Steadytec ein. Auf internationaler Ebene verwenden Audi und BMW unsere Produkte.\‘ Im Bereich des 10GBit-Ethernet soll Steadytec ebenfalls mitmischen: auf Basis des RJ45-Standards. Torsten Janwlecke ergänzte: \’Was für 10GBit-Ethernet in der Industrie auf uns zukommt? Breitbandige Anwendungen, z.B. in der Qualitätssicherung und überall dort, wo bildgebende Verfahren drinstecken.\‘ Denn neben dem Trend zur vollautomatisierten Produktion wird auch die abschließende Prüfung der Werkstücke zunehmend automatisiert. Bei Strecken bis zu 100m gelten die Standards der IEEE802.3 über ein Datenkabel im Vollduplex-Betrieb. Wie Steffen Schmall berichtete, kommen bei Strecken ab 100m Lichtwellenleiter zum Einsatz. Aus dem Baukasten kann der Anwender wahlweise RJ45- oder LWL-Steckereinsätze verwenden und Strecken von ein bis zwei Kilometer zurücklegen, also ganze Fertigungsstraßen ausrüsten. Vertrieb für Umsatzwachstum
Kooperation Steadytec: Verbindungstechnik für die Anforderungen der Zukunft
Wie die Zukunft, aber auch der bisherige Verlauf der Steadytec-Kooperation aussieht, diskutierten die drei Kooperationsmitglieder bei einem Round Table in Geiselwind. Ein Fazit schon vorab: Alle zogen positive Schlüsse aus den bisherigen Erfahrungen.
Weidmüller Interface GmbH & Co. KG
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