In 21 Vorträgen berichteten Anwender und Hersteller über Automatisierungstechnik und deren erfolgreiche Anwendung. Das Motto der diesjährigen Veranstaltung lautete \’Wirtschaftlich automatisieren\‘ und war angesichts der weltweiten Krise passend gewählt. Gestiegene Teilnehmerzahl Die Begrüßung nahm Klaus Eisert, geschäftsführender Gesellschafter von Phoenix Contact, zum Anlass, das laufende Jahr aus Sicht seines Unternehmens zusammenzufassen. Nach über 10% Wachstum im Jahre 2008 rechnet Phoenix Contact in diesem Jahr \“über den ganz großen Daumen\“ mit einem Minus zwischen 23 und 25%. Dennoch sei es gelungen, \“ganz gut mit der Krise klarzukommen.\“ Auf die Teilnehmerzahlen des Industrial Communication Congress 2009 hat sich die Lage indes nicht ausgewirkt – im Gegenteil: Eisert konnte sich über eine gegenüber dem Vorjahr gestiegene Anmeldezahl freuen. Praktische Anwendung In den Vorträgen (vgl. Kasten 1) stand die praktische Anwendung der Automatisierungstechnik im Vordergrund. Themen waren u.a. IO-Link, Energieeffizienz, Safety-Konzepte, Maschinendatenerfassung, vertikale Integration, Mechatronik und industrielle Netzwerksicherheit. Auf der angegliederten Ausstellung präsentierten sich namhafte Automatisierungsanbieter. Trends und Zukünfte Der Leitvortrag stand unter dem Motto \’Strategic Foresight – Trends und Zukünfte für die Automation\‘ und wurde von Volker Bibelhausen gehalten, Leiter der Business Unit Automation bei Phoenix Contact. In seinem unterhaltsamen Vortrag erläuterte er, dass die Krise neue Methoden der Entscheidungsfindung nötig mache. Die gegenwärtige Krise zeige deutlich, dass die einfache Extrapolation der Vergangenheit zur Steuerung unternehmerischer Prozesse nicht mehr ausreiche. Vielmehr sei für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen ein \“methodisches und systematisches Analysieren, Interpretieren, Antizipieren zukünftiger Entwicklungen\“ erforderlich. Um dies zu verdeutlichen, beschrieb er mithilfe systemtheoretischer Methodik die Industrie im Spannungsverhältnis von einerseits makroökonomischen Triebkräften und andererseits Technologietrends sowie die Selbstreferenzialität bzw. Rückkopplung des gesamten Systems. Aus seiner Analyse leitete Bibelhausen fünf Orientierungshilfen ab, die Maschinen- und Anlagenbauern beim Manövrieren durch die Krise helfen können. Dazu gehört neben der strategischen Analyse (Strategic Foresight) das Erkennen und Vermeiden von Komplexitätsfallen und Abhängigkeiten (z.B. durch die Nutzung offener Automatisierungsplattformen, Anm. d. Red.). Fazit Neben den zahlreichen lösungsorientierten Referaten sind vielleicht gerade solche Vorträge der Grund dafür, dass der Industrial Communication Congress fest im Terminkalender vieler Automatisierungsanwender steht. Sie lassen uns über den Tellerrand hinausschauen und öffnen den BIick für die Gesamtzusammenhänge, in die unsere tägliche Arbeit eingebettet ist. Fazit: Eine rundum empfehlenswerte Veranstaltung. (kbn) Kasten 1: Vorträge: In 21 Referaten berichteten Anwender und Hersteller über Automatisierungstechnik.
14. Industrial Communication Congress: Lösungen gegen die Krise
Der Industrial Communication Congress, den Phoenix Contact in diesem Jahr am 15. und 16. September zum 14. Mal ausrichtete, stand ganz im Zeichen der wirtschaftlichen Bedingungen, die den Maschinen- und Anlagenbau derzeit besonders hart treffen. Die Teilnehmerzahl lag hingegen über der des Vorjahres.
Phoenix Contact GmbH & Co. KG
-
IE5-Antriebe sparen bei Veltins Platz in der Getränkeproduktion
Raumgewinn direkt an der Abfülllinie
Die Brauerei C. & A. Veltins setzt bei ihren neuen Hochleistungs-Abfülllinien auf Movigear-Antriebe von SEW-Eurodrive…
-
Hannover Messe rückt das Thema Datacenter ins Rampenlicht
Mit dem neu strukturierten Bereich Industrial Energy und der Co-Location-Veranstaltung Europe Energy Week bündelt die…
-
HMI Hybridstation für die Prozessindustrie
R. Stahl kombiniert mit seiner neuen HMI Hybridstation mobile und stationäre Arbeitsweisen für explosionsgefährdete Bereiche…
-
Endress+Hauser zeigt Messtechnik, Digitalisierung und Energiemanagement auf der SPS 2026
Wie aus Messdaten mehr Effizienz im Anlagenbetrieb entsteht
Präzise Sensorik ist die Grundlage, doch ihr Potenzial reicht weit über die eigentliche Messaufgabe hinaus.…
das könnte sie auch interessieren
-
Sigmatek erweitert sein Automatisierungsportfolio zur SPS 2026
Neue Lösungen für Steuerung, Navigation und Engineering

















