Der geschäftsführende Gesellschafter wies in diesem Zusammenhang auf die hohe Arbeitsbelastung vieler Kunden durch die weiter anziehende Konjunktur hin, die sich auch bei Phoenix Contact zeigt. So rechnet das Unternehmen für 2010 mit einem Umsatzwachstum von 20 bis 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die beiden Kongresstage am 21. und 22. September waren geprägt durch Beiträge zur einfachen und energieeffizienten Automation. Schon im Leitvortrag stellte Volker Bibelhausen, Leiter des Geschäftsbereichs Automation, heraus, was die Automatisierungstechnik in punkto Einfachheit von der Gaming-Welt lernen kann. Auf der Suche nach Spielspaß und neuen Kundengruppen setzt die Branche auf einfache Spielkonzepte sowie wenige, einprägsame Regeln. So kann ohne Vorkenntnisse gespielt und auf Handbücher verzichtet werden. Beispielhaft für eine intuitive Handhabung sind für Bibelhausen einfache Browserspiele und Smartphones, die in Millionen Stück verkauft werden und mit Apps einfache Bedienkonzepte realisieren. Bei der Entwicklung von Apps müssen festgelegte Gestaltungsrichtlinien beachtet werden, um ein hohes Maß an Übersichtlichkeit und Wiedererkennen zu erreichen. Einfachheit ist eine zunehmende Kundenforderung und Anwender wie die Volkswagen AG verlangen von ihren Systemlieferanten ebenfalls standardisierte Geräte mit anwenderorientierten HMI-Lösungen sowie einer geführten Bedienung für Inbetriebnahme, Betrieb und Diagnose. Mit Easy Automation stellt Phoenix Contact ein Automatisierungssystem zur Verfügung, das auf maximale Auswahlmöglichkeiten bei geringer Komplexität abzielt. Bibelhausen kündigte für 2011 an, mit ersten Versuchen im Bereich Apps einfache Online-Kommunikation und Services zum Beispiel für funktionale Sicherheit anzubieten. Als weitere Idee nannte er individuelle Funktionsbausteine, die der Anwender über App-Store-ähnliche Portale beziehen kann. Es gibt somit viele Ansätze, wie sich Geschäftsmodelle und Ideen zur Einfachheit auch in der Automatisierungstechnik nutzen lassen.
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