Die Zuverlässigkeit von Feldbussystemen bestimmt immer mehr die Verfügbarkeit moderner industrieller Anlagen. In der Automobilindustrie ist dies besonders kritisch. Feldbusprobleme führen fast immer direkt zu ungeplanten Anlagenstillständen und damit zu Produktionsausfällen. Profibus arbeitet grundsätzlich sehr stabil. Leider verleitet dieser Umstand Anlagenbauer, Systemintegratoren und Betreiber oft zur Sorglosigkeit. Das beginnt bei der Inbetriebnahme: Die grün leuchtenden LEDs an der laufenden Steuerung sind bestenfalls ein Indiz, jedoch keinesfalls ein hinreichender Nachweis für eine korrekte Installation oder gar eine Garantie für die langfristige Funktion eines Systems. Auch im laufenden Betrieb werden dann Messungen zur quantitativen Bewertung des tatsächlichen Zustands eines Feldbusses immer noch zu selten durchgeführt. Wartungsstrategien fehlen, obwohl diese das mit dem Alter der Installation steigende Ausfallrisiko signifikant senken könnten. Ein Gerät für alles In der Vergangenheit benötigten Spezialisten für die Feldbus-Diagnose immer mehrere verschiedene Messgeräte: Multimeter, Leitungstester, Signaltester, Oszilloskope und Protokoll-Analysatoren. Die komplexeren Geräte davon waren zumeist auf die Anforderungen von Experten ausgelegt. Die unterschiedlichen und wenig intuitiven Bedienkonzepte schreckten Inbetriebnehmer und Instandhalter oft ab. Diese sind jedoch die größte und wichtigste Anwendergruppe. Für sie wurde der neue Profibus-Tester 4 entwickelt. Alle benötigten Messgeräte sind darin zusammengefasst. Dadurch werden Feldbusphysik und -kommunikation immer gemeinsam betrachtet. Bei der vollständigen und weitgehend rückwirkungsfreien Prüfung von Profibus-Segmenten im laufenden Betrieb werden auch sporadisch auftretende Störungen sicher detektiert. Neu für ein Gerät dieser Leistungsklasse ist die Möglichkeit, grundlegende Bustests ohne PC oder Notebook durchzuführen. Darüber hinaus ermöglicht der integrierte Mastersimulator Busprüfungen, ohne dass die SPS betriebsbereit sein muss, womit auch einzelne \’verdächtige\‘ Busteilnehmer getestet werden können. Diagnose mit einem Mausklick Die Darstellung der Messergebnisse zur Detailanalyse und zur Generierung eines detaillierten Prüfprotokolls erfolgt am PC mit der Profibus-Diagnose-Suite, einer universellen PC-Software mit einem durchgängigen, grafischen Bedienkonzept. Eine vollumfassende Messung kann mit nur einem einzigen Mausklick gestartet werden. In einer Übersicht wird alles zusammengefasst: Die Gesamtbewertung sowie den Status für Busphysik und -kommunikation als Ampel. Alle Messergebnisse werden übersichtlich dargestellt, kritische Zustände farblich hervorgehoben und Diagnosen als Klartext angezeigt. Bereits mit dem zweiten Mausklick kann ein detaillierter Prüfbericht erzeugt werden. Status-Änderungen von Mastern und Slaves werden mit Zeitstempel lückenlos in einem Ereignisprotokoll geloggt, was das mühselige Triggern auf bestimmte Telegramme obsolet macht und die Fehlerdiagnose grundsätzlich vereinfacht. Die Buslänge und die Entfernungen zwischen allen Busteilnehmern können ermittelt werden. Die Trendmessung dient dem sicheren Aufspüren selten oder sporadisch auftretender Fehler über einen längeren Zeitraum. Auch dabei werden sowohl Busphysik als auch Buskommunikation immer gemeinsam betrachtet. Zuverlässige Messergebnisse Der Profibus-Tester 4 liefert besonders zuverlässige Messergebnisse, wodurch Feldbusprobleme einfach und sicher erkannt sowie behoben werden können. Er unterscheidet, ob ein physikalisches Problem z.B. an Kabeln oder Steckern vorliegt oder ob es ein Kommunikationsproblem mit der SPS oder einem anderen Busteilnehmer gibt. Mit dem Gerät können Inbetriebnahmezeiten reduziert werden. Im laufenden Betrieb kann durch regelmäßige, vorbeugende Überprüfungen die Anlagenverfügbarkeit abgesichert und damit erhöht werden. Und wenn es doch zu einer Störung kommt, lokalisiert der Bustester die Probleme schnell.
All-in-one: Profibus-Tester vereinfacht Feldbus-Diagnose
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