Während sich die interne Skalierbarkeit in unterschiedlich leistungsstarken Prozessoren, dem Speicherausbau oder den verfügbaren Schnittstellen zeigt, kommt die äußere Skalierbarkeit in den unterschiedlichen Bilddiagonalen zum Ausdruck. Die Bandbreite reicht hierbei von 3,5 bis hin zu 47\“ Bildschirmdiagonale, wobei die Größe eine entscheidenden Einfluss darauf hat, ob lediglich Prozesswerte oder kurze Texte angezeigt werden können oder sich einfache bzw. komplexe Maschinen und Anlagen überwachen und steuern lassen. Häufig bestehen beengte Platzverhältnisse für den Einbau der Bedien- und Anzeigegeräte. Trotzdem ist es möglich infolge besserer Auflösung auch auf kleinen Displays mehr Informationen darzustellen und sogar auch in kleineren Geräten bei Bedarf zusätzliche Steuerungsfunktionen unterzubringen. Selbst wenn kleine Displays mehr Informationen anzeigen können, verkürzt sich die Ableseentfernung, sodass der Einsatz eines größeren Displays erforderlich werden kann. Da ein größeres Display höhere Kosten verursacht, wächst auch von dieser Seite der Druck an anderer Stelle, im Gerät Kosten einzusparen. Dies ist durch eine auf die Anwendung maßgeschneiderte Auslegung möglich, sodass die Gerätepalette sich z.B. für vollgrafische Einheiten in folgenden Stufen darstellt: Produktpalette – Operator-Terminals mit kleinem Display und gegebenenfalls zusätzlichen Tastenfeldern – Web-Terminals, die sich zur Visualisierung kleiner Maschinensteuerungen bzw. als Status- und Diagnoseterminal von Anlagenteilen einsetzen lassen und eine Ethernet-Anbindung besitzen – Abgesetze Displays, die sich in bis zu 100m Entfernung von einer HostEinheit befinden und z.B. über eine USB-Schnittstelle den Anschluss umfangreicher Zusatzgeräte ermöglichen bzw. über eine Feldbusschnittstelle direkt mit einer Steuerung kommunizieren können – Industrie-PCs, die in unterschiedlicher Ausstattung optimale Human-Machine-Interfaces bilden Für die Industrie-PCs erhält man die größten Spielräume für den Einsatz, da nicht nur unterschiedliche Prozessoren eingesetzt werden können, sondern bei Bedarf Festplatten bzw. Compact Flash sowie eine Vielzahl von Geräten wie Barcode-Leser, Modems usw. anschließbar sind. Diese Vielseitigkeit lässt sich durch die verfügbaren Schnittstellen, insbesondere durch USB, aber auch durch drahtlose Schnittstellen wie Infrarot oder Bluetooth erreichen. Hinzu kommen die Feldbusinterfaces bzw. Ethernet-Schnittstellen mit denen die Kommunikation zur Feldebene wie zu übergeordneten Ebenen hergestellt wird. Industrie-PCs gibt es zudem in einer Vielzahl von Bauformen, die von 19\“-Systemen, Panel-PCs, Wandgehäusen bis hin zu Hutschienen-Modellen reichen. Lüfterlose Ausführungen, Speichermedien ohne bewegte mechanische Teile, erhöhte Schutzart und Touchscreenbedienung erlauben den Einsatz auch unter raueren Bedingungen. Condition Monitoring Da bei den industriellen Anwendungen höhere Anforderungen für die Verfügbarkeit der Geräte gelten, macht es Sinn, die Komponenten im laufenden Betrieb zu überwachen. Das Condition Monitoring, das heißt die Zustandsüberwachung, lässt sich auch für den Industrie-PC anwenden. Es bewirkt, dass Mitteilungen über einen bevorstehenden Teileausfall erscheinen, wodurch der Austausch planbar wird und keine festen Serviceintervalle erforderlich sind. Der Informationsstand kann natürlich auch dazu verwendet werden, die notwendigen Ersatzteile bei einem Lieferanten automatisch anzufordern. (ghl)
Anzeige- und Bediengeräte
Zum Bedienen und Beobachten von Maschinen und Anlagen steht heute eine Vielzahl von Geräten zur Verfügung, die unterschiedliche Anforderungen hinsichtlich der Informationsbereitstellung abdecken. Unsere Produktübersicht zeigt, dass skalierbare, modulare Geräte eine maßgeschneiderte Auslegung ermöglichen, wobei Industrie-PCs die größten Freiräume bieten.
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