Die dezentrale Sicherheitssteuerung: Mit diesem Schlagwort lässt sich eine wesentliche Eigenschaft von Safety at Work Technologie treffend beschreiben. Beim Einsatz der AS-Interface-Sicherheitstechnik (AS-i) ist eine teure, fehlersichere SPS überflüssig, denn die sichere Auswertung kann von einem sogenannten Sicherheitsmonitor übernommen werden. Der Sicherheitsmonitor überwacht die Kommunikation und bietet die Funktion eines intelligenten Sicherheitsschaltgerätes. Das System ist für eine gemeinsame Nutzung der Infrastruktur durch Betriebsdaten und Sicherheitsdaten ausgelegt. Das heißt, es wird die gleiche bzw. die vorhandene Verdrahtung verwendet. Das bietet die Möglichkeit, die sicherheitsrelevanten Ereignisse bequem in der günstigen Standard-SPS auszuwerten und zu signalisieren. Die Offenheit zu anderen Systemen ermöglicht eine durchgängige Lösung und bietet standardisierte Anlageninformationen im Hostsystem. Augenmerk auf Einfachheit Installation und Inbetriebnahme gelten als einfach und schnell. Mit weltweit über 18 Millionen eingesetzten AS-i-Geräten hat sich das System daher in der effektiven und kostengünstigen Verdrahtung etabliert. Je nach Anlagen- bzw. Maschinensituation können die Vorteile unterschiedlich ausgeprägt in Erscheinung treten. Bei der Untersuchung einer Roboterzelle an der Universität Padua wurde eine Reduzierung der Kosten auf 66,2% gegenüber einer herkömmlich verdrahteten Anlage festgestellt. Eine Untersuchung im Bereich der Fördertechnik stellte einen Zeitvorteil von etwa 60% gegenüber der herkömmlichen Verdrahtung fest. Das AS-i-System hat das Augenmerk auf einfache Installation gelegt. Es ermöglicht bei der Installation eine freie Topologie; d.h., es können auch nachträglich noch einfach Leitungsstücke über T-Abzweige ergänzt werden. Eine Tatsache, die sich beim Nachrüsten von Not-Halt-Schaltern bewährt hat. Die bei AS-i genutzte Profilleitung vermeidet die Verpolung beim Anschluss der Geräte und ermöglicht die Piercingtechnik. Mit der Hilfe der Piercingtechnik können Geräte ohne auftrennen des Kabels, teilweise auch werkzeuglos, montiert werden. Dem roten Faden der Einfachheit folgend, geschieht die Konfiguration der sicheren Komponenten per Drag & Drop in einem vollgrafischen Editor. Der Editor verwendet eine übersichtliche Multifenstertechnik, mit der sich aus den Logikbausteinen komplexe Sicherheitsschaltungen umsetzen lassen. Die Projektierung einer Anlage erfolgt durch automatisches Erkennen aller Teilnehmer und Adressvergabe. Die EN ISO13849 hat die Berechnung erforderlicher Schutzsysteme nicht gerade vereinfacht, zumindest wenn man die konventionelle Berechnung betrachtet. Das zusätzliche Einfließen einer zeitlichen Betrachtung erfordert eine Reihenschaltungsbetrachtung der verknüpften Geräte. Bei der Verwendung herkömmlicher Sicherheitstechnik beeinflusst daher jedes zusätzliche Teil den Gesamt-Performance-Level des Sicherheitskreises. Bei der Verwendung von AS-Interface wird das durch die Bustechnologie umgangen. So bestimmt das Gerät mit dem niedrigsten Performance-Level den in der Anlage erreichbaren Gesamt-Performance-Level. Jedes zusätzliche Gerät kommuniziert direkt mit der Auswerteeinheit ohne von den anderen Komponenten beeinflusst zu sein. Systemübersicht Sichere Ein- und Ausgänge nach: – Kategorie 4 und \’Performance Level e\‘ gemäß EN ISO13849-1 – SIL3 gemäß IEC61508 – NFPA-Zertifikat 79:2007 – Garantierte maximale Abschaltzeit, inkl. Relaisschaltzeit: 40ms – Anzahl sichere Teilnehmer auf einem AS-i Strang: 31 – Erreichbare Sicherheits-kategorien: bis SIL3, bis PLe – Anzahl sicher koppelbarer AS-i Netze: 31 – Anzahl Abschaltkreise: typisch 1 bis 16 pro Gerät – Einfache Anschlusstechnik: Durchdringungstechnik – Energie, Standard- und Sicherheitsdaten auf einer Leitung – Zweiadrige, ungeschirmte Leitung, kein Busabschluss – Freie Topologie (Linie, Stern, Baum, Ring) – Mit Safety at Work Technologie für Not-Aus, Lichtgitter, Türschalter, etc. – Module für Schaltschrank und rauen Industrieeinsatz bis IP69K – Herstellerunabhängig (IEC62026-2) – Offenheit zu anderen Systemen (CC-Link, DeviceNet, Ethernet IP, Modbus TCP, CANopen, Profibus, Profinet etc.)
AS-Interface Safety at Work: Sicherheit einfach erreichen
AS-Interface Safety at Work ist mit über einer Millionen eingesetzter sicherer Schaltgeräte ein absoluter Vorreiter beim Einsatz von Sicherheitstechnik. Als einfaches System verbindet AS-Interface die Steuerung und den Aktuator bzw. Sensor. Dabei überzeugt es mit seinen Kostenvorteilen einen breiten Anwenderkreis.
AS-International Association e.V.
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