Das im Rahmen des Technologieprogramms Autonomik im vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderte Projekt \’RoboGasInspector\‘ hat erstmals einen mobilen, autonomen Roboter präsentiert, der selbstständig Industrieanlagen und Rohrleitungen untersucht, mögliche Gaslecks schon aus der Ferne entdeckt und diese auch genau ortet. Für Betreiber prozesstechnischer Anlagen und Versorgungsinfrastruktur ist es eine ständige Herausforderung, die Betriebssicherheit auf hohem Niveau zu gewährleisten und den gesetzlichen Vorgaben zu genügen. Hierzu werden meist Präventions- und Inspektionsprogramme etabliert, die zeitaufwendige, vom Menschen täglich durchgeführte Routineinspektionsgänge einschließen. Dabei arbeitet der Inspekteur in der Regel ohne Messtechnik und nutzt seine Sinneswahrnehmung sowie persönliche Erfahrungen. Die Entwicklung neuartiger Überwachungsverfahren, die die Möglichkeiten modernster Mess-, Automatisierungs- und Robotiktechnik ausschöpfen, versprechen eine erhöhte Güte und Wirtschaftlichkeit der Inspektionen bei gleichzeitiger Entlastung des Menschen von monotonen, aufwendigen Tätigkeiten. Im Projekt RoboGasInspector wird ein innovatives Mensch-Maschine-System mit kooperierenden, mit lokaler Intelligenz und Gasfernmesstechnik ausgestatteten Inspektionsrobotern entwickelt und evaluiert. Es soll gezeigt werden, dass die Detektion und Ortung von Gaslecks weitgehend autonom von mobilen Robotern bewältigt werden kann. Die eingesetzte infrarot-optische Gasfernmesstechnik sorgt dafür, dass schwer zugängliche Orte inspiziert werden können und nicht unbedingt, wie bei konventioneller Sensorik, in die zu kontrollierenden Bereiche eingefahren werden muss. Die bisher entwickelten Funktionen wurden nun mit einem Roboterprototyp auf einem Testparcours in einer großen Laborhalle demonstriert. Gezeigt wurden ausgewählte Aspekte des autonomen Fahrens über einen Hügel und an Sperrbereichen vorbei, wobei der Roboter außerdem unbekannte Hindernisse erkennen und umfahren musste. Das autonome Inspizieren wurde mit Gasfernmesssystemen und simulierten Gaslecks demonstriert, die detektiert und geortet werden mussten. Die Planung, Überwachung und Dokumentation der Inspektionsvorgänge erfolgt aus einer Leitwarte heraus, von der aus auch die Teleoperation des Roboters und eine Telemanipulation möglich sind. Im teleoperierten Betrieb des Roboters wurde eine enge Passage durchfahren und mittels einer Thermografie- und CCD-Kamera eine Flüssigkeitslache detektiert und geortet.
Autonomer Roboter entdeckt selbstständig Gaslecks
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