Die Impuls-Stiftung des VDMA hatte EAC-Euro Asia Consulting beauftragt, die Strategien des chinesischen Wettbewerbs in acht Sparten des Maschinenbaus (Werkzeugmaschinen, Textilmaschinen, Thermoprozesstechnik, Kompressoren, Druckluft- und Vakuumtechnik, Pumpen, Holzbearbeitungsmaschinen, Gießereimaschinen sowie Hütten- und Walzwerkeinrichtungen) entlang der Wertschöpfungskette genauer zu analysieren. Laut Impuls-Studie planen mehr als die Hälfte der Chinesischen Wettbewerber einen gezielten Ausbau der Exportaktivitäten in den nächsten fünf Jahren. In der \’ersten Welle\‘ stehen südostasiatische Exportmärkte und Indien im Fokus. Ab 2015 sollen in einer \’zweiten Welle\‘ auch Europa und Amerika mit Maschinentechnologien aus dem mittleren Marktsegment penetriert werden. Für den deutschen Maschinenbau bedeuten die Studienergebnisse, dass trotz noch bestehender Technologie- und Qualitätsvorteile akuter Handlungsbedarf in der Überprüfung der einzelnen Wertschöpfungsstrategien im China-Konzept bestehen. EAC kommt zu dem Ergebnis, dass das größte Potenzial für den deutschen Maschinenbau in China im mittleren Technologiesegment liegt. Denn mit Hilfe dieser \’Good enough\‘-Strategie konnten sich chinesische Hersteller erfolgreich im mittleren Marktsegment positionieren und hier auch gegenüber technologisch hochwertigeren Maschinen und Anlagen ausländischer Hersteller behaupten. Die Technologielücke im oberen Marktsegment ist für den Großteil der chinesischen Marktteilnehmer jedoch nach wie vor zu signifikant, um in naher Zukunft erfolgreich eine valide Marktposition zu erreichen. China ist mit einem Volumen von rund 17Mrd.} (2012) nicht nur der größte Exportmarkt des deutschen Maschinenbaus, sondern mit einem Umsatzvolumen von 678Mrd.} (2012) auch der mit Abstand größte Maschinenproduzent der Welt. Im Vergleich: Das Umsatzvolumen des deutschen Maschinenbaus lag bei 248Mrd.} (2012). Bei den Exporten hat China stark aufgeholt und ist mit einem Anteil von 11,1% an den weltweiten Maschinenausfuhren inzwischen auf den dritten Platz vorgerückt, nur noch knapp hinter den USA.
Strategien des chinesischen Wettbewerbs und Implikationen
für den deutschen Maschinenbau
China: Konkurrent und Treiber für den deutschen Maschinenbau
China hat im 12. Fünfjahresplan als Ziel formuliert, \’High-end Produktionsausrüstungen\‘ zu entwickeln. \“Diese Entwicklungen müssen wir sehr ernst nehmen und auch sehen, welche Konsequenzen sich daraus für den deutschen Maschinenbau ergeben\“, erklärte VDMA-Präsident Dr. Reinhold Festge anlässlich der Vorstellung der Studie der Impuls-Stiftung des VDMA \’Strategien des chinesischen Wettbewerbs und Implikationen für den deutschen Maschinenbau\‘.
VDMA e.V.
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