Im April 2009 wurde aus der von Daimler initiierten AutomationML-Initiative heraus der AutomationML e.V. gegründet. Ziel ist die Förderung der Entwicklung und Verbreitung des standardisierten Datenaustausches im Engineering-Prozess von industriellen Automatisierungssystemen, insbesondere durch die Spezifikation allgemein kompatibler Datenschnittstellen. Durch die Möglichkeit eines standardisierten Datenaustausches sollen erhebliche Effizienzgewinne und Fehlerreduktionen und damit Zeit- und Kosteneinsparungen realisiert werden. Dies soll durch den problemlosen und verlustfreien Transfer von Daten aus unterschiedlichen Gewerken des Engineering-Prozesses zwischen verschiedenen Engineering-Systemen über definierte Schnittstellen realisiert werden. Im Rahmen der bisherigen Arbeiten des AutomationML e.V. konnte ein Datenaustauschformat entwickelt werden, das die wichtigsten Informationen des Entwurfsprozesses von Produktionssystemen abdeckt. Es ist in der Lage, Struktur- und Topologieinformationen, Geometrie- und Kinematikinformationen, sowie Logik- und Verhaltensinformationen abzubilden und zu verknüpfen. Engineering als Schlüsselfaktor Begonnen hat die Veranstaltung mit einem Vortrag mit dem interessanten Titel \’Was ist gutes Engineering?\‘ von Dr. Ulrich Löwen aus dem Hause Siemens. Er ist in seinem Unternehmen so etwas wie die Schnittstelle zwischen den Anwendern der Siemens Engineering-Software und den hausinternen Herstellern derselben. Unter anderem wurde dabei der Spagat zwischen kundenspezifischen Lösungen und allgemein gültigen Standardlösungen aufgezeigt. Seiner Meinung nach braucht es besseres Training, bessere Ausbildung, neue Engineering Methoden und ein Verständnis für den Wert des Engineerings in den Unternehmen. Herbert Serwotka vom Engineeringunternehmen EDAG hat anhand eines konkreten Beispiels der Automobilindustrie Anforderungen aufgezeigt und beschrieben wie AutomationML helfen kann diese zu erfüllen. Dabei ging es um den Datenfluss von den Engineering Tools, in das ERP- und MES-System bis hin in die Automatisierungsebene von Steuerungen und Robotern, also quer durch die sogenannte Automatisierungspyramide. AutomationML Praxis Am zweiten Veranstaltungstag lag der Fokus auf den technischen Details von AutomationML. In Workshops wurden die Grundlagen der Programmierung mit AutomationML vermittelt und Beispielanwendungen, Lösungen und Innovationen gezeigt. Zudem gab es die Möglichkeit Kontakt zum AutomationML-Entwicklerteam zu bekommen und Fragen loszuwerden. Verschiedene Beiträge aus dem Hause ABB haben aufgezeigt, dass AutomationML für das Unternehmen einen hohen Stellenwert hat. Das zeigt sich in dem Statement im Vortrag von Christop Winterhalter, Leiter des ABB Forschungszentrums: \“AutomationML kann bereits jetzt schon viel mehr abdecken, wie die meisten Menschen wissen.\“ Medienpartner SPS-Magazin Das SPS-Magazin trägt durch die Medienpartnerschaft mit dem AutomationML Verein dazu bei, dass sich genau das ändert. AutomationML bietet ein ganz großes Potenzial für die Steigerung der Effizienz im Engineering. Je mehr Hersteller und Anwender sich an der Weiterentwicklung der Technologie beteiligen, desto früher können die Früchte dieser Arbeit von vielen geerntet werden.
Durchgängiges Engineering mit AutomationML Bericht von der zweiten AutomationML Konferenz in Böblingen
AutomationML ist der derzeit umfassendste Ansatz für die Etablierung eines durchgängigen Datenaustausches zwischen Werkzeugen der Anlagenplanung. Ein Bericht über die zweite AutomationML User Konferenz, die am 09. und 10. Mai in Böblingen stattgefunden hat.
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