Gerade jetzt, nachdem die Atomdiskussion nach den tragischen Havarien in den japanischen Atomkraftwerken weltweit entbrannt ist, bekommt die Energieeffizienzausrichtung in der Industrie einen weiteren Impuls: Denn es könnte sein, dass der Verzicht auf den (vermeintlich) billigen Strom aus abgeschriebenen Atomkraftwerken zu Strompreiserhöhungen kommt. Diesen Effekt werden wir zwar auch irgendwann einmal mit abgeschriebenen Photovoltaikanlagen und Windkrafträdern erleben, bis dahin ist allerdings noch viel Zeit zu überbrücken. Energie, die gar nicht erst benötigt wird, ist dafür eigentlich der beste Beitrag. Die Automatisierungstechnik stellt dafür zahlreiche Möglichkeiten bereit, und viele Technologien zur effizienten Nutzung von Energie stecken noch in den Kinderschuhen. Konzepte wie ProfiEnergy, das auf Basis von Profinet die Abschaltung von bestimmten Anlagenteilen vorsieht, bergen ein enormes Einsparpotenzial. Doch noch gibt es keine Erfahrung mit solchen Technologien. Man darf gespannt sein, wie Anwender auf solche Möglichkeiten reagieren. Die folgenden sechs Seiten zeigen energie- und ressourcenschonenden Umgang in Produkten und Anwendungen. (kbn)
Effizienz steigern, Ressourcen schonen Die dritte Dimension der Automatisierung
Mit dem Schwerpunkt \’Green Automation\‘ unserer letzten Ausgabe haben wir eine Serie eröffnet, die uns das gesamte Jahr über begleiten wird. Dabei haben wir die These aufgestellt, dass die Aspekte \’Effizienz\‘ und \’Ressourcenschonung\‘ in einer Automatisierungsaufgabe genau so wichtig werden, wie es bisher bereits \’Ausbringung\‘ und \’Qualität\‘ sind. Damit ist die Automatisierung um eine dritte Dimension erweitert.
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