In der industriellen Automation ist die analoge Signalübertragung fester Bestandteil sämtlicher Produktionsprozesse. Aufgrund der hier häufig auftretenden elektromagnetischen Einflüsse und Potenzialdifferenzen lassen sich analoge Normsignale wie Stromsignale oder gerade Spannungssignale wie beispielsweise 0 bis 10V leicht beeinflussen. Der Produktionsprozess kann so zum Erliegen kommen und die verwendeten Elektronikkomponenten sogar zerstört werden. Um das zu vermeiden werden Trennverstärker eingesetzt, die die Analogsignale je nach Applikation galvanisch trennen, verstärken, filtern und wandeln. Mit der Produktfamilie Mini-Analog stellt Phoenix Contact für diese Aufgabenstellung eine Trennverstärker-Serie mit zahlreichen Vorteilen für eine schnelle, fehlerfrei zu installierende sowie kostengünstige Lösung zur Verfügung. Bis zu 70% Platzersparnis Einer der Vorteile von Mini-Analog ist die kompakte Bauform der Geräte. Im Vergleich zu den zumeist am Markt angebotenen Modul-Baubreiten von 12,5 bis 22,5mm sparen die 6,2mm schmalen Trennverstärker etwa 50 bis 70% Platz auf der Tragschiene ein (Bild 3). Die geringe Bauhöhe von 102mm reduziert auch die Anforderungen an die räumliche Tiefe, sodass die Geräte in 120er-Schaltkästen montiert werden können. Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten für eine dezentrale Nutzung. Voraussetzung für die kompakte Bauform ist eine geringe Verlustleistung, die das direkte Aneinanderreihen der Module ohne Abstände ermöglicht. Außerdem reduziert sich die Wärmeentwicklung, was den Temperaturdrift und die Lebensdauer der Module positiv beeinflusst. Gleichzeitig lässt sich die Trennverstärker-Serie ohne Einschränkungen in einem weiten Temperaturbereich von -20 bis +60°C betreiben. Mit Verlustleistungen von weniger als 500mW im Vergleich zu den heute üblichen 1,5W und mehr pro Kanal trägt Mini-Analog damit zu einer energieeffizienteren Gestaltung der industriellen Prozesse bei. Konfiguration über DIP-Schalter Jedes Mini-Analog-Modul umfasst acht Klemmen, die den Anschluss von Zwei-, Drei- und Vierleitertechnik bei der Temperaturmessung mit Widerstandsthermometersensoren, eine Signalvervielfachung sowie Wechsler-Schaltausgänge bei analogen Schwellwertschaltern erlauben. Die durchgängige Klemmenbelegung optimiert außerdem die Verdrahtung. Der Anwender kann zwischen Zugfeder- oder Schraubanschlusstechnik wählen. Die Konfiguration mithilfe von DIP-Schaltern erweist sich immer dann als vorteilhaft, wenn Maschinen und Anlagen weltweit gewartet und instandgesetzt werden müssen. Das Einstellen der DIP-Schalter ist einfach und ohne Software oder Konfigurationskabel möglich. Stehen dringende Service-Arbeiten oder Instandsetzungsmaßnahmen an, sind die entsprechenden Kabel und Software-Updates zudem meist nicht zeitnah verfügbar. Modultausch im laufenden Betrieb Insbesondere bei kompakten Geräten ist eine schnelle und fehlerfreie Verdrahtung bei gleichzeitig schwer zugänglichen Anschlussklemmen wichtig. Aus diesem Grund hat Phoenix Contact ein flexibles Systemverkabelungs- und Energiebrückungskonzept für die Mini-Analog-Familie entwickelt, mit dem sich Zeit und Kosten einsparen lassen. Um einzelne Module einfach zu versorgen und schnell aus einem Verbund lösen zu können, bieten sich Energiebrückungssysteme für die Standard-Tragschiene an (Bild 4). Bei der Lösung von Phoenix Contact werden die Trennverstärker von unten mit der benötigten Hilfsspannung von 19,2…30VDC versorgt. Gegenüber den üblicherweise auf der Anschlussklemmen-Ebene angebrachten Energiebrückungssystemen hat dies den Vorteil, dass einzelne Module entnommen werden können, ohne den kompletten Verbund außer Betrieb nehmen zu müssen. Die modularen T-Connectoren eröffnen zudem die Möglichkeit, das System jederzeit zu verkleinern oder zu erweitern, ohne dass die bis dato vorhandenen Brückungskomponenten erneuert werden müssen. Mit dem Energiebrückungssystem lassen sich bis zu 80 Trennverstärker redundant über eine konturgleiche Einspeiseklemme versorgen. Ferner kann das System über eine Mini-Systemstromversorgung dezentral mit einer Weitbereichsversorgung von 85 bis 264VAC eingesetzt werden. Systemverkabelung reduziert Installationsaufwand Die Reduzierung der Installationszeit bei der Wartung, Erweiterung und beim Neuaufbau von Maschinen und Anlagen durch einfache und fehlerfreie Systemanbindungen trägt maßgeblich zur Senkung der Installationskosten bei. Mit dem Mini-Analog-Systemadapter lassen sich acht Signalkonverter mittels Systemverkabelung direkt an die SPS koppeln. Dabei sind nur vier Steckaktionen erforderlich, um den Frontstecker für die Steuerung, ein 16-poliges Kabel und den Systemadapter zu installieren. Der Anwender muss weder verdrahten noch die korrekte Belegung der Klemmen auf der Trennverstärker- und Steuerungsebene überprüfen, sodass sich sein Installationsaufwand um etwa 80% reduziert. Die Produktfamilie Mini-Analog verfügt über zahlreiche Zulassungen. Unter anderem werden alle Anforderungen der Zündschutzart \’n\‘ erfüllt, was einer Atex-Zulassung für die Zone 2 entspricht (Bild 5). Anwender versuchen heute die Ex-Zonen 0 und 1 so klein wie möglich zu halten und die Signale in der kostengünstigeren Zone 2 oder im Nicht-Ex-Bereich zu verarbeiten. Aufgrund der durchgängigen UL-Zulassung lassen sich die mit Mini-Analog-Modulen ausgestatteten Maschinen und Anlagen auf dem gesamten nordamerikanischen Markt verkaufen. Die Zertifizierung durch den Germanischen Lloyd (EMC2, Kategorie D) erlaubt die Verwendung der Trennverstärker in maritimen Anwendungen wie Schiffen oder Offshore-Windkraftanlagen, wo sie bereits heute eingesetzt werden. Fazit Planer, Projektierer und Techniker verlangen nach qualitativ hochwertigen, einfach und schnell zu installierenden und zu konfigurierenden sowie kostengünstigen Trennverstärkern, die gegenüber Standardprodukten viele Vorteile bieten. Mit der Produktfamilie Mini-Analog, die sich in zahlreichen Anwendungen bewährt hat, stellt Phoenix Contact ein komplettes, platz-sparendes und systemfähiges Programm für alle Anwendungsbereiche der analogen Signalverarbeitung zur Verfügung. Kasten 1: Funktionen eines Trennverstärkers im Überblick Galvanische Trennung Wichtigste Aufgabe eines Trennverstärkers ist die galvanische Trennung der Signale. Mini-Analog ermöglicht deshalb eine durchgängige Trennung von Eingang, Ausgang und Versorgung. Auf diese Weise werden Erdstromschleifen bei Potenzialdifferenzen vermieden, die zu einer Verfälschung der gemessenen Prozesswerte führen würden. Signale wandeln Ein Vorteil der Signalwandlung liegt in der Anpassung der vom Sensor gelieferten Signale, die ansonsten nicht von der Steuerung verarbeitet werden können. So wandeln die Mini-Analog-Temperaturmessumformer beispielsweise PT100-Widerstände in Normsignale um oder störempfindliche 0-bis-10V-Signale werden von Drei-Wege-Trennverstärkern in unempfindlichere 0-bis-20mA-Stromsignale geändert, da diese mit höherer Leistung übertragen werden. Signale verstärken Signale müssen immer dann verstärkt werden, wenn große Leitungslängen zu überwinden oder hohe Lasten zu treiben sind. Die Trennverstärker der Mini-Analog-Familie stellen hier bei geringer Eingangs- eine hohe Ausgangsleistung bereit. Signale filtern In Industrieumgebungen treten oftmals Störungen durch hochfrequente Signale auf. Die Eingangsfilter der Mini-Analog-Trennverstärker filtern deshalb solche Störsignale zuverlässig heraus. SPS/Drives/IPC: Halle 9, Stand 341
Einfach, kompakt und wirtschaftlich Trennverstärker auf 6,2mm
-
Retrofit für die Industrie 4.0
So lassen sich alte Steuerungen wirtschaftlich OPC-UA-fähig machen
Viele Produktionsanlagen arbeiten noch mit Steuerungen, die seit Jahrzehnten zuverlässig ihren Dienst verrichten. Für Industrie-4.0-Anwendungen müssen diese Systeme jedoch zunehmend in moderne Datenarchitekturen eingebunden werden. Retrofit-Lösungen ermöglichen es,…
-
KI perfektioniert Phishing-Angriffe – von personalisierten Mails bis zu Voice Cloning
Wenn Maschinen Vertrauen imitieren
Die KI generiert nicht nur immer neue Hacker-Tools, sondern verbessert die Glaubwürdigkeit von Phishing Mails durch perfide Tricks. Doch auch die Gegenseite rüstet sich mit KI-Tools gegen digitale…
-
Interview: Wie neue EU-Regularien Maschinenbauer zu sicheren Kommunikationsarchitekturen zwingen
„Cybersecurity ist heute keine Option mehr“
Mit neuen regulatorischen Vorgaben wie dem Cyber Resilience Act steigt der Druck auf Maschinenbauer und Gerätehersteller, Cybersecurity systematisch in ihre Produkte zu integrieren. Gleichzeitig eröffnet eine sichere Kommunikationsinfrastruktur…
-
IO-Link-Safety-Lösungen
Mit der Kombination robuster Sicherheitskomponenten und IO-Link Safety ermöglicht Euchner eine durchgängige, sichere Kommunikation in der Automatisierung – auf dem gesamten Weg von der Steuerung bis zum Sensor…
-
Im Interview: Wie NI und DataTec den europäischen Testmarkt neu denken
Vom Messgerät zur Datenplattform
Beim Besuch von National Instruments bei DataTec tauschten sich Ritu Favre, President Test & Measurement bei Emerson, und Markus Kohler, Vorstand DataTec, über aktuelle Entwicklungen im europäischen Test-…
-
Skalierbare IPC-Plattform
Spectra bietet mit der MD-3000-Serie von Cincoze eine modulare Embedded-Computer-Plattform an, die speziell…
-
ABB Robotics ernennt neuen Cluster-Manager für DACH-Region
ABB Robotics hat Marc-Oliver Nandy zum Cluster-Manager für die DACH-Region ernannt.
-
Für sichere Maschinennetzwerke
Industrial Security-Gateway und Maschinenfirewall
Sichere Maschinennetzwerke werden mit den aktuellen Vorgaben der Europäischen Maschinenverordnung und der IEC62443…
-
Spürbarer Dämpfer in den Bestellungen
Maschinenbau-Auftragseingang im Februar
Der Auftragseingang im Maschinenbau ist im Februar abermals gesunken und die Stimmung der…
-
Für die DACH-Region
Schneider Electric: Neuer Vice President Secure Power
Schneider Electric hat Marco Geiser zum neuen Vice President Secure Power DACH ernannt.
-
Yaskawa strukturiert Führungsspitze in Europa um
Yaskawa hat eine Neustrukturierung der Geschäftsführung in seiner europäischen Zentrale vorgenommen.
-
Ifo-Konjunkturumfrage
Unternehmen planen mit höheren Preisen
Deutlich mehr Unternehmen in Deutschland planen mit höheren Preisen.
-
Ann Fairchild neue CEO
Siemens USA unter neuer Leitung
Siemens hat Ann Fairchild zur neuen Geschäftsführerin von Siemens USA ernannt.
-
IO-Link Safety: Sicherheit vernetzt im Feld
Die Automation ändert sich rasant – sicherheitstechnische Anforderungen ebenso. Mit IO-Link Safety entsteht…
-
Mit integrierter Sicherheitstechnik
MDR-Controller für die Intralogistik
Die IP54-geschützten MDR-Controller EP741x von Beckhoff sind je nach Bedarf mit und ohne…
-
Lebensmittelkonformer Oberflächenschutz
Aluminium-Antriebe
Mit NXD Tuph von Nord Drivesystems können Anwender auch in hygienesensiblen Applikationen von…
-
Für datenintensive Industrieumgebungen
1HE-Rack-PC
Für PXI-Testsysteme, Echtzeitanwendungen und die Industrieautomation sind hohe Datenraten, geringe Latenzen und flexible…
-
Gemeinsam zum vollständig integrierten Automatisierungs-Stack
Salz Automation und Tele vereinbaren Partnerschaft
Salz Automation und Tele Haase Steuergeräte gehen in ihrer Partnerschaft einen entscheidenden Schritt…
-
3D-Druck
Harting eröffnet Zentrum für 3D-Druck
Harting hat in seinem Werk Rahden ein „Center of Competence Additive Manufacturing“ eröffnet.
-
Mikko Soirola
Neuer CEO für Elisa Industriq
Mikko Soirola startet als neuer CEO bei Elisa Industriq.
-
Drehkreuz in Südamerika
Wika eröffnet neues Werk in Brasilien
Wika hat Mitte März ein neues Werk am Standort Boituva in Brasilien eröffnet.
-
Feldbuskoppler
Feldbus und Anzeige konsequent integriert
In Profinet-basierten Anlagen übernimmt das PN220 von Motrona die Funktion eines Feldbuskopplers und…
-
Seit März
Hannover Messe erhält eigenen Geschäftsbereich
Zum 1. März hat die Deutsche Messe einen eigenständigen Geschäftsbereich eingerichtet, der sich…
das könnte sie auch interessieren
-
Miniatur-Sensoren realisieren hohe Reichweiten
So weit, so klein
-
Dank Binnenmarkt
Deutsche Elektroexporte mit Plus auch zum Jahresbeginn
-
















