\“Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen.\“ Dieses Zitat von Benjamin Franklin gilt noch heute. Für Rittal ist Wissen ein zentraler, erfolgsrelevanter Faktor – quasi ein weiterer \’Produktionsfaktor\‘. Diese Erkenntnis findet ihren Niederschlag bereits in einem der zehn Unternehmensgrundsätze: \“Wir wissen um die Zusammenhänge zwischen Qualifikation, Motivation und Unternehmenserfolg.\“ Demnach war der Erfolg von Rittal kein Zufall, sondern leitet sich auch aus der Anstrengung her, Wissen im Unternehmen systematisch zu erschließen und damit dem Mitbewerb stets ein Stück voraus zu sein.
Wissen über technische Berufe frühzeitig vermitteln
Wissensmanagement setzt bei Rittal nicht erst dann ein, wenn Mitarbeiter im Unternehmen tätig sind, sondern schon weit vorher und vor allem viel früher. Das Unternehmen beginnt bereits vor der Ausbildung, schon während der Schulzeit, junge Menschen über interessante, Erfolg versprechende Berufe zu informieren. Hier stehen beispielsweise Berufspraktika und andere Veranstaltungen, wie z.B. der Girl\’s Day, bei denen Schüler und Schülerinnen Einblicke in technische Berufe erhalten, auf dem Programm. Überdurchschnittliche Initiativen belegen das Engagement Rittals für die junge Generation und die konsequente Förderung des Nachwuchses. Um Jugendliche für die technische Branche und ihre Berufschancen zu begeistern und \’Lust auf Zukunft\‘ zu machen, engagierte sich Rittal z.B. als Partner bei der Nachwuchsinitiative TectoYou auf der Hannover Messe 2007. Bei Rittal weiß man: Zukunft passiert bereits heute. Wer seine Position als Top Global Player behaupten will, muss sich deshalb aktiv für die Förderung qualifizierter Nachwuchstalente engagieren.
Außergewöhnliche Ausbildungsprogramme
Auch in der Ausbildungsphase setzt Rittal auf ein außergewöhnliches Wissensmanagement. Besonders begabte Jugendliche erhalten die Möglichkeit, ein zwei- bis dreimonatiges Auslandspraktikum in einer Tochtergesellschaft zu absolvieren. Hier erfahren Nachwuchstalente, dass man sich nicht nur im Sport im Wettbewerb befindet, sondern auch im internationalen Geschäft. Jugendliche lernen dabei, sich in Mobilität und interkultureller Zusammenarbeit zu beweisen. Die Integration sorgfältig konzipierter Auslandspraktika in den Ausbildungsprozess, z.B. in den USA, Kanada, England, Indien oder China, ist für die Qualifizierung der Rittal-Auszubildenden von großer Bedeutung. Das Engagement für ein fundiertes Wissensmanagement in der Ausbildung zeigt sich nicht zuletzt in der Verleihung des Hermann-Schmidt-Sonderpreises vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im September 2007. Neben der klassischen Ausbildung bietet Rittal auch besonders engagierten Auszubildenden mit LehrePlus die Chance, parallel zur Lehre die Fachhochschulreife zu erreichen. Junge Menschen, die eine akademische Ausbildung beginnen, können darüber hinaus in der Kombination von Studium und Praxis das duale StudiumPlus absolvieren, ein Angebot, das die Friedhelm Loh Group, zu der Rittal als größtes Unternehmen gehört, mitbegründet hat. Bereits seit Anfang der 80er-Jahre wird als weiteres Angebot der Führungskräftenachwuchs für das globale Business mit einem vielseitigen Trainee-Programm fit gemacht. Auf diese Weise erhalten junge Menschen die Chance, mit diesem \’Mehr\‘ an Qualifikationen einen besseren Karrierestart zu beginnen. Egal, ob Lehre, LehrePlus oder StudiumPlus, die praxisbezogene Ausbildung ist erst der Start, aber das Lernen darf nie aufhören. Daher schließt sich später, wenn die jungen Menschen im Unternehmen verankert sind, eine regelmäßige Weiterbildung an, die vom Produktwissen bis zu sozialen Kompetenzen reicht.
Weiterbildung in der Loh Akademie
Innovation braucht gezielte Wissensentwicklung. Nach der Ausbildung folgt daher für alle Mitarbeiter die konsequente Weiterbildung. Denn wer erklärungsbedürftige Produkte anbietet, sollte wissen, worum es sich dabei handelt. Und in jedem vertrieblich orientierten Unternehmen stellt sich dauerhafter Erfolg nur ein, wenn alle Mitarbeiter wissen, wofür Unternehmen und Produkte stehen. Es geht um effektive Kundenberatung. Schließlich ist es der Kunde, der am Ende die Arbeitsplätze der Mitarbeiter sichert. So nimmt bei Rittal jeder neue Mitarbeiter an einem umfassenden Produktschulungskonzept teil. In mehrtägigen Grundkursen wird technisches und anwendungsbezogenes Produkt-Grundwissen aus den strategischen Geschäftsbereichen ebenso vermittelt wie die gesamten Unternehmensleistungen. Sein erworbenes Wissen kann und soll jeder Mitarbeiter berufsbegleitend durch aufbauende Fachkurse bzw. Expertenvorträge erweitern. Diese ermöglichen individuelle Lernschwerpunkte, die zum konkreten Aufgabengebiet des Mitarbeiters passen. Ausgestaltet wurden sie als kompakte zweistündige Einheiten, die entweder am Vormittag oder am Ende eines regulären Arbeitstages besucht werden können. Zu den berufsbegleitenden Angeboten gehört darüber hinaus die Möglichkeit, am Arbeitsplatz verschiedene E-Learning-Kurse zu bearbeiten. Über Intranet-Technologien erhalten Mitarbeiter die Gelegenheit, ihre Aufbaukurse mit selbst bestimmtem Tempo und immer dann zu \’besuchen\‘, wenn es ihre Zeit zulässt. Jeder Kurs endet mit Prüfung und Zertifikat. Mit der Loh-Akademie hat die Weiterbildung in der gesamten Friedhelm Loh Group eine feste Institution erhalten. Die Loh-Akademie trägt innerhalb des Unternehmensverbundes der zunehmenden Bedeutung strategischer Personalentwicklung Rechnung. Allein 2006 schulte die Loh-Akademie über 4.500 Mitarbeiter. Wie breit gefächert das Angebot des 320-seitigen Seminarprogramms ist, zeigen die für den Mittelstand außergewöhnlichen Kursangebote der Loh-Akademie, die weit über die Vermittlung von Produktwissen hinausgehen. Innovative Konzepte und Instrumente zur Weiterbildung wie beispielsweise ein umfangreiches E-Learning-Angebot machen dabei den entscheidenden Unterschied. Die Veranstaltungen der Loh Akademie tragen dazu bei, dem Mitarbeiter einen breiten Wissenshorizont sowie methodische und soziale Kompetenzen zu vermitteln: Von Einführungsseminaren für neue Mitarbeiter über Organisations-, Kommunikations- sowie Führungstrainings bis hin zu Sprachkursen, Betriebswirtschafts- und Softwareschulungen ist das Spektrum der Seminarinhalte sehr vielseitig. Mitarbeiter und Unternehmen investieren damit in eine erfolgreiche Weiterentwicklung. Selbst mehr zu wissen, schafft für jeden Mitarbeiter Selbstwert, Anerkennung und vor allen Dingen Perspektiven im beruflichen, aber auch im privaten und gesellschaftlichen Bereich. Neben den beschriebenen Standardseminaren bietet die Loh Akademie zahlreiche Entwicklungsprogramme an, um bestimmte Zielgruppen für Ihre Funktion oder Aufgabe systematisch zu qualifizieren. Dabei durchlaufen die Mitarbeiter ausgewählte Seminarmodule, die direkt aufeinander abgestimmt sind. Beispielsweise mit der Qualifizierung \’Die Führungskraft als Unternehmer\‘, wurden bereits über 400 Gruppen- und Abteilungsleiter der Friedhelm Loh Group systematisch weitergebildet. Weitere Beispiele sind die Qualifizierung zur F.L.G. Managementassistentin oder zum Junior-Verkäufer. Eine weitere Möglichkeit, um theoretische und fachliche Kompetenzen der Mitarbeiter zu fördern, ist die Job-Rotation. Hier erhalten Mitarbeiter die Chance, zeitlich befristet eine ganz andere, wenn auch ähnliche, Aufgabe im Unternehmen zu übernehmen. D.h., seinen Horizont in anderen Tätigkeitsgebieten zu erweitern. Nicht selten gingen daraus neue Spezialisten in zuvor fremdem Terrain hervor.
















