EMV-Störungen effizient gedämpft
\“Wir haben mit IPF Electronic diesen digitalen Motor-Überdrehzahlschutz im Grunde nach dem gleichen Prinzip entwickelt, wie eine von uns zunächst angedachte Vorgängerlösung ohne induktive Sensoren oder Drehzahlgeber\“, erklärt Kurz. Diese hatte aber den Nachteil, dass eine Ader der Motorzuleitung durch das Überwachungsgerät geführt werden musste. \“Das führte zu Problemen bei der EMV-Schirmung der Leitung, die wir normalerweise direkt am Frequenzumrichter aufnehmen. Immerhin sprechen wir in diesem Zusammenhang teilweise von 75kW-Motoren als Spindelantriebe für unsere Hochleistungsmaschinen, die einen relativ dicken Kabelquerschnitt haben. Das ganze Handling erwies sich daher als äußerst schwierig.\“ Die neue Lösung hat indes den Vorteil, dass die Phase des Antriebs jetzt nicht mehr durch das Gerät geführt werden muss. Möglich wird das durch zwei separate Bauteile. Zum einen mit einer Ringkernspule, durch die eine Motorkabelader geführt wird. Sie befindet sich direkt unterhalb des Frequenzumrichters und dämpft bereits einen Großteil der EMV-Störungen. Zum anderen mit der separaten Auswerteeinheit VY86, die sich in EMV-sicherer Entfernung vom Frequenzumrichter auf der Hutschiene befestigen lässt. \“Somit können wir die Schirmung sehr nahe an den Umrichter bringen und EMV-Störungen entscheidend vermindern\“, erklärt Kurz. Die Neuentwicklung sei darüber hinaus sehr kompakt und gehe völlig konform mit der EN13849-1.
Sicherheitsfunktionen erweitert
Die Anforderungen der EN13849-1 an eine stufenlose Drehzahlüberwachung für Frequenzumrichter verlangen u.a. von den hierfür verwendeten Geräten spezifische Sicherheitsfunktionen. So muss ein Sensor mit integriertem Mikroprozessor beispielsweise über eine Watchdog-Funktion verfügen. Der digitale Motor-Überdrehzahlschutz wurde daher in Anlehnung an diese Anforderungen von IPF Electronic mit zusätzlichen Überwachungsfunktionen ausgestattet. Hierzu gehören eine Überprüfung des internen Gerätespeichers bei der Initialisierung sowie eine Überwachung des zwangsgeführten Ausgangsrelais. Das Signal vom Stromwandler wird außerdem zweikanalig im Gerät verarbeitet. Sollte eine Differenz zwischen den internen Signalen festgestellt werden, ist der Überdrehzahlschutz nicht betriebsbereit. Zusätzlich zu diesen Sicherheitsabfragen wird der Hauptprozessor permanent auf Funktion überwacht.
















