Ethernet als Endkundenwerbung

Hin und wieder finde ich in meinem Briefkasten eine Werbung für eine Busreise. Manchmal wird dort auch mit der Besichtigung einer gläsernen Fertigung geworben. Da geht es manchmal um die Herstellung von Wurst, Bier oder Textilien, und manchmal geht es um Autos.

Integration begeistert

Aber egal, um was es auch geht: Ganz besonders beeindruckt sind die Besucher häufig von Prozessen, die vollautomatisch ablaufen und keine menschliche Bedienung mehr benötigen. Flurförderfahrzeuge, die von selbst wissen, von wo nach wo sie fahren sollen und auch, dass Menschen – sollte der Maschine doch mal einer begegnen – im Zweifelsfall Vorrang haben. Vom Auftrag bis zur Auslieferung soll das Produkt nach Kundenvorgaben wie Größe, Farbe oder Ausstattung möglichst schnell und reibungslos entstehen.

Integration ist technisch aufwendig

Als Automatisierer sind wir von solchen Prozessen heute nur noch wenig beeindruckt, obwohl sie – weiß Gott – nicht selbstverständlich sind. Zahlreiche Systembrüche sind zu überwinden, um aus Prozessdaten Informationen zu machen, und so wissen nur wenige aus der Besuchergruppe, welche Arbeit hinter solchen integrierten Prozessen steckt: So müssen z.B. in heterogenen Kommunikationslandschaften zahlreiche Protokolle über Gateways aneinander angepasst werden, von der Busphysik ganz zu schweigen.

Ethernet ist Teil der Lösung

Industrial Ethernet ist die Basis, auf der die vertikale Integration in den kommenden Jahren stattfinden wird, und die Wachstumsprognosen sind dementsprechend hoch. Mit jährlich rund 30% gibt die ARC Advisory Group das erwartete Wachstum für industrielle Ethernetkomponenten bis zum Jahr 2011 an. Die vertikale Integration ist eine der größten Motivationen beim Einsatz von Ethernet, seine Bekanntheit eine weitere.

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