Der Austausch der Profinet-Drehgeber gestaltet sich einfach: Anders als bei Profibus-Modellen mit Anschlusshaube, bei denen die Adresse über Drehschalter und einen Abschlusswiderstand eingestellt werden musste, wird die IP-Adresse in Profinet-Systemen automatisch via Nachbarschaftserkennung vergeben. Bei der erstmaligen Installation erfolgt die Vergabe der IP-Adresse zentral über die Projektierungssoftware. Die Geräte, die bei einem Durchmesser von nur 58mm auch bei begrenztem Bauraum eingesetzt werden können, kommen ohne Anschlusshaube aus. Sie sind mit einem integrierten Switch, der auch als Repeater fungiert, ausgestattet – dieser unterstützt die automatische Erkennung von Crossover- bzw. Standard-Ethernet-Kabeln und macht Abschlusswiderstände überflüssig. Die Baudrate des Drehgebers wird entsprechend der Baudrate der Steuerung automatisch angepasst. Durch den Einsatz von M12-Steckern entfällt die Kabelmontage und Abschirmung. Werkzeuge erleichtern Übergang Der Übergang zu Profinet wird durch weitere Werkzeuge erleichtert: Der Hersteller bietet Anwendern u.a. ein Benutzerhandbuch, das eine Step-by-Step-Anleitung mit Bildschirmfotos der Konfigurationssoftware für verschiedene Steuerungen sowie ein FAQ-Kapitel für die schnelle Problembehebung umfasst. Auf der Posital-Website können ein Profinet-Netzwerkscannertool (BOOTP/DHCP Configuration Tool), Beispielprojekte und 2D/3D-Zeichnungen kostenlos heruntergeladen werden. Mit dem Tool zum Firmware-Upgrade kann die aktuelle Firmware-Version des Drehgebers ausgelesen werden. Analyse der Kommunikation Die Drehgeber sind mit einem integrierten Tracer zur Analyse der Kommunikation mit der Steuerung ausgestattet. Sie unterstützen die IRT- sowie RT- und NRT-Datenübertragung (isochronous real-time / real-time / non-real-time) gemäß dem Encoderprofil V4 und erreichen Zykluszeiten von weniger als 1ms (IRT) bzw. 10ms (RT). Sie werden über die Steuerung parametriert; die Konfiguration erfolgt komfortabel mit Hilfe einer GSDML-Gerätedatei – für die isochrone Datenübertragung ist dabei keine separate GSDML-Datei erforderlich. Single-Turn-Ausführungen liefern eine Auflösung von 16Bit pro Umdrehung. Multi-Turn-Modelle können zusätzlich bis zu 16.384 Umdrehungen (14Bit) erfassen, sodass insgesamt ein Messbereich von 30Bit abgedeckt wird. Im Gegensatz zu Profibus werden bei Profinet alle Klassen auch mit der maximalen Auflösung unterstützt.
Ethernet-Vorteile nutzen: Drehgeber unterstützen Migration von Profibus zu Profinet
Mit den Profinet IRT-Drehgebern der Optocode-Baureihe, die im vergangenen Jahr die Zertifizierung seitens der Profibus Nutzerorganisation e.V. (PNO) erhalten haben, unterstützt Posital Anwender bei einer schnellen Migration von Profibus-Systemen zum Ethernet-basierten Nachfolgestandard.
POSITAL – FRABA GmbH
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