Obwohl derzeit in der Fachpresse und auf Messen im Zusammenhang mit industrieller Kommunikation fast ausschließlich die Themen Ethernet und Wireless in den Fokus gestellt werden, ist der Markt der Feldbussysteme weiterhin steigend. Bei der Verwendung kabelloser Funktechnologien sehen die Maschinenbauer zwar viele Vorteile, dennoch möchte jedes zweite Unternehmen auch zukünftig keine Maschinenkomponenten kabellos verbinden. Feldbussysteme haben im Maschinenbau im Bereich der industriellen Kommunikation nach wie vor die größte Bedeutung: Vier von zehn Firmen erwarten zukünftig einen höheren Bedarf, während nur 9% von einer Abnahme ausgehen. Die beiden bedeutendsten Systeme sind dabei weiterhin Profibus und CAN. Ein höheres Wachstum ist aber bei Ethernet feststellbar: hier rechnen sogar 81% mit einer Zunahme. Dabei findet man Ethernet demnächst immer häufiger auch in der Feldebene. Handlungsbedarf bei Wireless-Produkten Das Thema Wireless wird zwar sehr stark diskutiert, die Verbreitung im Maschinenbau ist aber derzeit gering. Vor allem mangelnde Stabilität, IT-Sicherheit und fehlende industrietaugliche Produkte werden als Hinderungsgründe für den Einsatz genannt. Daher besteht gerade hier Handlungsbedarf, um mehr Erfolg bei der Vermarktung von Wireless-Produkten zu haben, denn die meisten erkennen durchaus Vorteile. Diese bestehen besonders in der höheren Bewegungsfreiheit, den geringeren Verkabelungskosten und dem Einsatz an unzugänglichen Orten.
Feldbusse trotz Ethernet weiter wachsend
Die Ergebnisse der aktuellen unabhängigen Marktstudie \’Industrielle Kommunikation\‘, die von Dipl.-Betriebswirtin Michaela Griesenbruch, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fachhochschule Südwestfalen, freiberuflich durchgeführt wurde. Im Rahmen dieser Wiederholung einer Studie der FH Südwestfalen aus dem Jahr 2004 gaben im Januar/Februar 2007 deutschlandweit 351 Unternehmen Auskunft über das Einsatzverhalten und über zukünftige Entwicklungen in den Bereichen Feldbus, Ethernet und Wireless.
FH Südwestfalen
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