Die Helaba und der ZVEI haben gemeinsam eine Studie vorgelegt, die sich mit der Auswirkung von Freihandelsabkommen auf die Branche der Elektroindustrie beschäftigt: \“In den Jahren nach Inkrafttreten eines Abkommens haben sich die Branchenexporte in das entsprechende Zielland regelmäßig dynamischer entwickelt als in den Jahren davor. Dies gilt sowohl für größere Handelspartner wie Südkorea oder die Türkei als auch für kleinere wie Ägypten oder Marokko. Damit haben die bislang von der EU geschlossenen Handelsabkommen das Wachstum der deutschen Elektroindustrie befördert\“, erläutert Dr. Andreas Gontermann, Chefvolkswirt des ZVEI. Ein möglichst barrierefreies internationales Handelsregime und offene Märkte sind deswegen Voraussetzungen für die weitere Internationalisierung und den künftigen Erfolg der Elektroindustrie. Ihre Wettbewerbsfähigkeit verdankt die Branche der tiefen Einbindung in internationale Produktions- und Wertschöpfungsketten. Viele Vorteile der Globalisierung – wie eine zunehmende internationale Arbeitsteilung und Spezialisierung – können sich jedoch nur dann vollumfänglich entfalten, wenn der grenzüberschreitende Warenverkehr frei und fair ist. Dr. Gertrud R. Traud, Chefvolkswirtin der Helaba: \“Die Einfuhr von günstigen Vorleistungen trägt dazu bei, dass hiesige Unternehmen mit den Wettbewerbern in Übersee konkurrieren können, obwohl die Lohnkosten in Deutschland zum Teil deutlich höher sind. Preiswerte Importe verbessern daher den Lebensstandard in Deutschland und sichern Arbeitsplätze bei deutschen Unternehmen. Der Freihandel unterminiert zudem nationale Monopole. Durch den Wettbewerb mit ausländischen Anbietern werden die Unternehmen gezwungen, kundenorientiert zu agieren, Produktivitätsreserven zu heben und sich durch Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in moderne Produktionsanlagen am Weltmarkt zu behaupten.\“ Die Studie bewertet deshalb die aktuellen Bemühungen um den Abschluss weiterer Handelsabkommen, beispielsweise mit den USA, grundsätzlich positiv. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass bilaterale Abkommen den wichtigen Prozess der multilateralen Handelsliberalisierung nur ergänzen, nicht aber ersetzen können. Alles in allem verspricht ein weiterer Liberalisierungsschub in Form neuer Abkommen deshalb zusätzliches Wachstumspotenzial für Außenhandel und Investitionen.
Helaba/ZVEI:
Freihandelsabkommen ist wichtige Triebfeder für die deutsche Elektroindustrie
Bisherige Freihandels- und Assoziierungsabkommen der Europäischen Union haben die deutschen Elektroausfuhren merklich begünstigt. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Studie der Helaba und des ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie.
ZVEI e.V.
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