Für Industrial Ethernet-Umgebungen eignet sich eine Variante des explosionsgeschützten Remote I/O-Systems IS1 von R. Stahl, die via Modbus TCP kommunizieren kann. Zwar fehlen dem Protokoll standardisierte Mechanismen zur Konfiguration, Parametrierung und Diagnose, ein von R. Stahl entwickelter DTM macht die Systeme aber entsprechend für Standard-Softwarepakete wie Pactware, Fieldcare, Fieldmate u.a. zugänglich. Auf das Modbus-Protokoll in seiner ethernetfähigen Version fiel die Wahl aufgrund der hohen Effektivität der Datenübertragung, der einfachen Implementierung und Handhabung sowie der Tauglichkeit für redundante Strukturen. Für die Ethernet-angepasste Variante wurde das CPU&Power-Modul (IS1 CPM) modifiziert. Es besteht aus zwei separaten Baugruppen: einer Kommunikationseinheit mit PC-ähnlichem Innenleben und einer Versorgungseinheit. Beide Baugruppen bleiben \’hot swap\‘-fähig. IS1 für Ethernet kann sowohl an einem redundanten Ethernet als auch an einem einfachen Ethernet mit Versorgungsredundanz der CPU-Baugruppe betrieben werden. Beim Ausfall einer der Anbindungen kann das System binnen 200ms umschalten. Die Lösung ist daher für kritische Anwendungen der Verfahrenstechnik einsetzbar. Das System ist für den Einsatz in der Zone 1 bzw. Div. 1 ausgelegt. Die Ethernet-Schnittstelle wird mit Lichtwellenleitern herausgeführt, um auch größere Entfernungen zu überbrücken. Als Zündschutzart kommt die sogenannte \’optische Eigensicherheit\‘ zum Einsatz, die als \’op is\‘ in der IEC60079-28 beschrieben ist. Eine entsprechende Trennstufe – bei Ethernet-Strukturen also ein \’Ex op is-Switch\‘ – ist ebenfalls verfügbar.
Industrial Ethernet für Remote I/O
R. Stahl Schaltgeräte GmbH
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