Übertragung des Konzeptes auf die Spritzgießtechnik

Nachdem die Erfahrungen mit dem ersten Roboter in der Montage und Verpackung rundum positiv waren, übertrugen die Verantwortlichen das Handling-Konzept auf die Spritzgussmaschinen, wo die Roboter die soeben gefertigten Teile entnehmen. Hier bieten Knickarmroboter den Vorteil, dass sie die entnommenen Teile direkt in der Versandeinheit, z.B. in einer Gitterbox, ablegen können. Das vereinfacht und beschleunigt die Abläufe und spart Platz, weil man auf ein Förderband für die Zwischenablage der Teile verzichten kann. Die direkte Verbindung zur Maschinensteuerung und zur QS-Software schafft auch hier die Voraussetzung dafür, dass Ausschussteile direkt erkannt, aussortiert und separat abgelegt werden können.

Ein grundlegender Werksstandard für alle Anwendungen

Nachdem diese Applikation ebenfalls ihre Vorteile unter Beweis gestellt hatte, erarbeiteten die Verantwortlichen einen Werksstandard für den Einsatz von Knickarmrobotern. Bei beiden Anwendungen – im Spritzguss und in der Montage/Verpackung – werden die gleichen Programme verwendet. \“Wir haben eine einheitliche Nomenklatur für die Programmierung festgelegt und auch die steuerungstechnische Anbindung an die Montagelinie vereinheitlicht. Auf der Basis dieser Grundentwicklung kann jeder Bediener das Programm an die individuelle Applikation anpassen\“, sagt Robert Heller. Inzwischen wurde dieses Konzept an fünf weiteren Spritzgießanlagen verwirklicht. Hier und in der Montage bewährt es sich in der Praxis. Weiss wird daher in den kommenden Monaten nicht nur Neuanlagen mit Yaskawa-Knickarmrobotern ausrüsten, sondern sukzessive auch ältere, bislang mit linearer Handhabungstechnik ausgestattete Systeme durch Knickarmroboter ersetzen.

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