Kommissionieren und Wiegen im größten Fleischwerk des Baltikums

\“Wir waren fast pleite. Das war kurz nachdem wir privatisiert wurden. Aber dann ging es Gott sei Dank wieder aufwärts.\“ Was Audrius Pucas, IT Department Manager bei Utenos Mesa, erzählt, steht beispielhaft für viele ehemals volkseigene Betriebe in den postsozialistischen Ländern. Und sein Kollege Sergej Makarevic ergänzt: \“Was uns letztendlich gerettet hat, waren ein neues Management, privates Kapital und moderne Automatisierungslösungen, die sich an westeuropäischen Standards orientieren. Früher oder später hätten wir die Prozesse straffen müssen. Und wir wollten von Anfang ein leistungsfähiges System, das auch für die Zukunft eine sichere Investition darstellt.\“ Die beiden IT-Spezialisten arbeiten bei Utenos Mesa, einem der größten Hersteller von Fleisch- und Wurstwaren in Litauen. Einen Eckpfeiler der Automatisierung bilden die Industrie-PCs von noax. Moderne Technik sorgt für doppelten Umsatz Die UAB Utenos Mesa deckt die gesamte Produktionskette für Fleisch- und Wurstwaren ab. Das beginnt bei der Schlachtung der Tiere, geht über die Zerteilung der Tierkörper, Verarbeitung des Fleischs zu verschiedenen Wurstsorten und endet bei der Verpackung und Auslieferung der einzelnen Produkte. Zu den Kunden des Unternehmens zählen nicht nur die führenden europäischen Einzelhandelsketten, sondern auch Großabnehmer wie McDonald\’s. Durchschnittlich werden pro Woche 600 bis 1.000 Tiere geschlachtet und verarbeitet. Die litauische Großmetzgerei hat sich nicht auf eine einzige Tierart spezialisiert, sondern verarbeitet sowohl Schweine als auch Rinder und sogar Wild. Zurzeit sind in den drei Werken des Unternehmens rund 1.500 Angestellte beschäftigt. Sie verarbeiten täglich rund 40t Frischfleisch. Dabei liefern sie nicht nur frisches Fleisch, sondern auch ein breites Sortiment an verschiedenen Brüh-, Koch- und Rohwürsten. Insgesamt hat das Unternehmen 200 verschiedene Warenbezeichnungen in seinem Programm. Das Fleischwerk Utenos Mesa wurde 1976 gegründet, zu einer Zeit, als Litauen noch zur Sowjetunion gehörte. Mit der Unabhängigkeit Litauens kam auch die Privatisierung, die das Unternehmen zunächst in eine tiefe Krise stürzte. Doch der Fleisch verarbeitende Betrieb erkannte darin die Chance, seine Prozesse nach streng betriebswirtschaftlichen Kriterien auszurichten, und verordnete sich ein rigides Sanierungsprogramm: Die alte Managerriege musste abtreten, und mit ihr wurde ein großer Teil des Personals ausgewechselt. Utenos Mesa holte sich private Inves­toren. Das neue Management investierte konsequent in moderne Anlagen und Technik, baute die Produktpalette sukzessive aus und gab sowohl seinen Produkten als auch der Verpackung ein ansprechendes Design. Die Rosskur hatte sich gelohnt: Heute schreibt der Betrieb nicht nur schwarze Zahlen, er ist zum baltischen Musterschüler in Sachen Unternehmenserfolg aufgestiegen. So konnte Utenos Mesa seinen Umsatz im Jahr 2006 auf 350.000.000Lt (umgerechnet rund 100.000.000 Euro) steigern, das ist ein Umsatzplus von 100% im Vergleich zum Vorjahr. Neue Märkte durch EU-Beitritt Die phantastischen Zahlen sind zu einem Teil auch dem Beitritt Litauens zur Europäischen Union zu verdanken, denn damit öffneten sich neue Märkte. Heute exportiert das Unternehmen seine Produkte in alle EU-Länder. Daneben erwirtschaftet die Firma 20% ihrer Exporterlöse mit dem Nachbarn Russland. Doch genauso wichtig für den Erfolg dürfte sich eine Firmenstrategie auswirken, die konsequent auf moderne Anlagen setzt. Dazu zählen neben der IT auch Transportsysteme für Tierkörper, hygienische Anlagen oder Maschinen zum Zerteilen. Viele Anlagen und Maschinen stammen von deutschen Firmen, die auf diesem Markt einen guten Ruf genießen. Und da lag es nahe, sich auch bei der IT in Deutschland umzuschauen. Zunächst experimentierten Pucas und seine Kollegen bei den Industriecomputern mit einem Wettbewerber von noax. Doch das Gerät dieses Unternehmens konnte die IT-Spezialisten nicht zufriedenstellen. Die Festplatte versagte öfter ihren Dienst, der Touchscreen sprach nicht immer so an, wie man das von ihm erwartete. Die schlechten Servicedienstleistungen und eine Konstruktion, die die Wartung erschwerte, ärgerten Pucas. \“Time is money!\“, meint der IT Departement Manager dazu lapidar. \“Wenn der Computer ausfällt, dann gibt es immer Verzögerungen im Produktionsablauf, und das kostet nicht nur Zeit, sondern auch viel Geld.\“ Robust und zuverlässig Daher haben Pucas und seine Kollegen nach einer anderen Lösung gesucht, und zwar zunächst im Internet. Auf der Website von noax haben sie das Gerät entdeckt, das ihren Ansprüchen am meisten gerecht zu werden schien. Der Industrie-PC Compact C15 mit Touchscreen und einer Bildschirmdiagonale von 15\“ bot die Features, die sich die IT-Spezialisten wünschten. Die neuen Industrie-PCs sollten vor allem stabil und widerstandsfähig sein, insbesondere die Festplatte und der Touchscreen. Das Gerät sollte sich leicht bedienen lassen und problemlos zu warten sein, große Temperaturunterschiede locker wegstecken und bei kühlen Temperaturen ohne Leistungsabfall funktionieren. Da­rüber hinaus wurden genügend Schnittstellen und PCI-Slots gewünscht. Schließlich werden nicht nur Barcode-Scanner, sondern auch Waagen und Drucker an den Rechner angeschlossen. Was die Anschlussmöglichkeiten betraf, stieß das bisher verwendete Wettbewerbs-Gerät bereits an seine Grenzen, obwohl es erst drei Jahre zuvor angeschafft worden war. Außerdem legten die IT-Fachleute bei dem Fleischverarbeiter großen Wert auf guten und schnellen Service sowie hohe Servicefreundlichkeit der Geräte. Einfache Reparaturen sollten sie selbst vor Ort durchführen können. Im April 2006 wurden die ersten Industrie-PCs bestellt und in Betrieb genommen. Bis Februar 2007 hatte Utenos Mesa bereits 26 Geräte des deutschen Herstellers im Einsatz. Vom Laufzettel zum Industriecomputer Auf den Rechnern läuft Windows XP als Betriebssystem. Für die eigentlichen Aufgaben in der Produktion verwenden die IT-Fachleute der Großmetzgerei die Software \’Meat Master\‘, die das litauische Unternehmen Pralo eigens für Fleisch verarbeitende Betriebe entwickelt hat. Sie ist in erster Linie für die Auftragsbearbeitung zuständig. So dokumentiert sie Bestellung und Auslieferung, ordnet die ausgelieferten Waren den entsprechenden Kunden zu und liefert darüber hinaus noch wichtige Informationen über die Produkte, wie das Mindesthaltbarkeitsdatum der Ware. Sie übernimmt das Gewicht, das die automatischen Waagen ermittelt haben, und stößt den Druck der Verpackungsetiketten an. Darüber hinaus kann sie auch Fleisch mittels eingescannter Barcode-Labels einer bestimmten Bestellung zuordnen. Größere Fleischstücke und sogar ganze Tierkörperhälften werden mit einem Barcode-Label versehen, wodurch sich die Stücke eindeutig identifizieren lassen. Als übergeordnetes Warenwirtschaftssystem verwendet Utenos Mesa die ERP-Software MFG pro von QAD. Bevor das Unternehmen die Ware elektronisch erfassen ließ, wurden über jeden Vorgang und jeden Kunden Listen und Laufzettel geführt, die in der Buchhaltung ausgewertet werden mussten. Diese Art der Auftragsbearbeitung entspricht nicht mehr dem technischen Stand des 21. Jahrhunderts. Daher war die Umstellung auf ein elektronisches System nur folgerichtig. Herkömmliche Office-PCs oder Laptops sind für solche Aufgaben ungeeignet, weil diese Geräte binnen kürzester Zeit ihren Dienst versagen würden. Also brauchen Unternehmen wie Utenos Mesa leistungsfähige Rechner, die mit den Umgebungsbedingungen in der Fleischproduktion problemlos zurecht kommen. Spritzwasser und Desinfektionsmittel Als besonders belastende Faktoren bei dem litauischen Fleischverarbeiter wirken die Kälte in den Kühlräumen, aber vor allem die hohe Luftfeuchtigkeit und die Belastung durch Spritzwasser und Desinfektionsmittel. \“Wir reinigen die Rechner regelmäßig mit Wasser und Desinfektionsmitteln, schon wegen der strengen hygienischen Vorschriften, die sich nach Vorgaben der EU richten. Es ist unbedingt notwendig, dass die Rechner keine Flüssigkeiten in ihr Inneres lassen. Auch darf sich im Gehäuse kein Kondenswasser bilden\“, erklärt Makarevic. \“Das sind die größten Belastungen für die Geräte. Doch die noax-Rechner kommen damit gut zurecht. Mit ihnen haben wir keine Probleme.\“ Für derartige Anwendungen unter Extrembedingungen sind die Indus­triecomputer konzipiert. Die IT-Fachleute bei dem Fleischverarbeiter haben sich für einen Industrie-PC vom Typ Compact C15 entschieden, der sich durch seine robuste und stabile Bauweise auszeichnet. Es ist vor allem komplett geschlossen, gemäß der Schutznorm IP65. Das bedeutet, dass weder Wasser noch andere Flüssigkeiten in das Innere des Rechners dringen und dort Kurzschlüsse oder Korrosionen auslösen, was den Rechner zum Stillstand bringt. Da essenzielle Prozesse über den Industrie-PC abgewickelt werden, kann ein Ausfall zu enormen Kosten führen. Daher legen Pucas und Makarevic besonderen Wert auf Ausfallsicherheit. Auch der resis­tiv analoge Touchscreen überzeugte die beiden Computerspezialisten, denn genau wie der Rechner selbst zeichnet auch er sich durch seine Robustheit aus. Bei Utenos Mesa ist das Display durch eine spezielle Touch-Schutzfolie gegen äußere Einflüsse geschützt. Diese Schutzfolie bietet der Hersteller optional zu seinen Rechnern an. Sie zeigt ihren Nutzen gerade in Lebensmittel verarbeitenden Unternehmen, wo nicht nur Wasser auf das Panel tropft, sondern auch andere Flüssigkeiten wie Blut, Fett oder Reinigungsmittel. Der Touchscreen lässt sich leicht und vor allem sicher bedienen – auch und gerade mit Handschuhen, die sehr viele Mitarbeiter in der Produktion tragen müssen. Die einfache Handhabung des Geräts und der Software hat aber noch einen weiteren Vorteil: Die Mitarbeiter akzeptieren die Technik schneller, weil sie ihnen die Arbeit erleichtert und einen erkennbaren Nutzen bringt. Alle essenziellen Komponenten in seinen Industriecomputern entwickelt und baut der Hersteller in Eigenregie, anstatt sie billig irgendwo auf dem Weltmarkt einzukaufen. Somit ist er nicht auf externe Zulieferer angewiesen und kann seinen Kunden mindestens fünf Jahre aktiven Support und weitere fünf Jahre passiven Support garantieren. Auch das macht Industrie-PCs als Investition besonders sicher. Pucas und Makarevic jedenfalls sind von der Lösung überzeugt. Audrius Pucas will nicht bei dem Erreichten stehen bleiben: \“Die bisherigen Anwendungen sind erst der Beginn. Wir planen die Rechner noch in weiteren Bereiche des Unternehmens einzuführen, beispielsweise am Wareneingang und bei der Dokumentation der Lieferkette vom Landwirt zum Endverbraucher. Zwar sind die Löhne in Litauen im Vergleich zu anderen EU-Ländern noch relativ niedrig, aber das wird sich mittelfristig ändern. Und die noax-Industrie-PCs helfen uns, darauf vorbereitet zu sein.\“ Fakten im Überblick Kunde: UAB Utenos Mesa – Hersteller von Fleisch- und Wurstwaren Anforderungen: -IPC-Einsatz bei der Auftragsbearbeitung, der Verpackung und beim Versand von Fleisch- und Wurstwaren. -Leichte Bedienbarkeit über Touchsysteme -Komplett geschlossene Bauweise -Geringe Bautiefe -Schutz gegen Schock und Vibration -Schnittstellen zu Peripheriegeräten wie Waage, Barcode-Scanner, Labelling-Drucker -Kompatibel zum Betriebssystem Windows XP -Helles und gut lesbares Display -Reparaturfreundlich -Professioneller Support und Service -Lange Gesamtlaufzeit -Maximale Systemverfügbarkeit Eingesetzte Produkte: Compact-PC C 15 -noax-N8C-Motherboard -Intel-Pentium-M – 1400 MHz -15\“-TFT-Display (1024×768) -Schutznorm IP65 -Resistives Touchpanel -Komplett geschlossenes Gehäuse Produktnutzen: -Automatische Zuordnung von Kunde und Lieferung -Automatisches Wiegen -Druck der Verpackungsetiketten mit genauer Gewichtsangabe -Rückmeldung der Daten an die Buchhaltung für Rechnungsstellung