E s seien vor allem hochwertige Lösungen gefragt, die nicht nur im Hinblick auf Auflösung und Genauigkeit überzeugen, sondern auch im Preis, erläutert Wegner. Optische Multiturns beispielsweise bekommen deshalb ernstzunehmende Konkurrenz: Drehgeber, die den quantenmechanischen Spin-Effekt nutzen, könnten ihnen in Zukunft den Rang streitig machen. Wesentlich robuster und kostengünstiger erfassen sie Positionswerte – auch nach gestörter Energieversorgung. \“Erste Geräte können heute schon 16 Umdrehungen speichern, spätere Generationen werden über 1 Millionen erreichen\“, führt Wegner weiter aus. Ein weiterer Trend in Automobiltechnik und Mobilhydraulik sind individuelle Anpassungen an die Messaufgabe. Denn auch in mobilen Anwendungen gilt – geradeso wie in zahllosen anderen Bereichen -, dass die für die Applikation geeignete Lösung stets von den spezifischen Anforderungen bestimmt wird. Das kann durchaus die richtige Wahl erschweren. Ein Beispiel dafür liefert die Istwerterfassung an hydraulischen Lenkzylindern. Wegner erklärt die Problematik: \“Die Zylinder bestehen in der Regel aus Stahl und haben eine durchgehende Kolbenstange, die keine Hohlbohrung zulässt. Magnetostriktive Sensoren, die für die direkte Integration in Zylindern ausgelegt sind, kommen deshalb nicht in Frage. Auch eine Messung mit einem externen Positionsgeber durch die Zylinderwand hindurch ist mit magnetischen Verfahren nicht möglich, da die Stahlzylinder selbst magnetisierbar sind.\“ Für solche Anwendungsfälle sind also spezielle Sensor-Anpassungen gefragt. Novotechnik beispielsweise hat extra für diesen Anwendungsbereich induktive Linearsensoren designet, die sich für alle heute üblichen Stahlzylinder mit durchgehender Kolbenstange eignen. \“Solche Applizierungen bereits bekannter physikalischer Prinzipien und entwickelter Technologien werden in Automobiltechnik und Mobilhydraulik zukünftig sicher immer wieder für praxisgerechte Sensor-Lösungen sorgen\“, resümiert Wegner.
Kontaktlose Messprinzipien und individuelle Anpassungen Sensorik-Trends bei mobilen Anwendungen
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