So nutzt das Unternehmen IPEmotion zur Messdatenerfassung von verschiedenen Siemens S7-300 SPS-Anlagen. Die SPS werden in der Produktion von Leuchtmitteln zur Steuerung unterschiedlicher Fertigungsabschnitte eingesetzt. Bei der Großserienproduktion sind die optimale Anlagentaktung und die Überwachung der Verbrauchsmedien wie Druckluft, Hochvakuum, Strom, Wasserstoff, Sauerstoff, Edelgasfüllung, Komponenten Klebstoffe etc. von großer Bedeutung. Die Leistungsaufnahme von speziellen Hochdruckentladungslampen, die in der Halbleiterindustrie zur Belichtung von Bauteilen eingesetzt werden, kann über 25kW liegen. Die Anlagen werden im Rahmen der Installation eingerichtet und programmiert. Für die Abteilungen Werktechnik und Produktion ist es wichtig, dass sie die Anlagenparameter in regelmäßigen Abständen überprüfen, um z.B. den Medienverbrauch in der aktuellen Serienproduktion mit den vorgegeben Standards zu vergleichen und mögliche Einsparpotentiale zu identifizieren. Durch die einfache Prozessdatenerfassung lassen sich auch Produktionsfehler aufspüren und anschließend beseitigen. Dies ist entscheidend, um die Produktqualität zu verbessern oder Ausschuss zu reduzieren. Hier bietet IPEmotion den Anwendern aus Produktion, Instandhaltung und Engineering z.B. über das Siemens-SPS-Plug-in ein gutes Werkzeug, um die Messdaten der SPS schnell und einfach zu erfassen, zu speichern und auszuwerten. Somit lassen sich anhand einer guten Datenbasis, die schnell von der SPS abgegriffen werden kann, Investitionsentscheidungen zur Anlagenoptimierung oder Feinjustierung der SPS-Prozesse quantitativ begründen. Anbindung erfolgt über SPS-Plug-in Bei Osram im Werk Berlin wurden Pilotprojekte in verschiedenen Produktionsbereichen gestartet. Die Abteilung Engineering Equipment tritt hier als Dienstleister für die Produktion auf und führt zielgerichtet Anlagenanalysen mit der IPEmotion-Software und dem SPS-Plug-in durch. Zwischen Messrechner und Siemens S7-300 SPS wird eine Ethernet-TCP/IP-Verbindung aufgebaut. Die Anbindung an die Produktionsanlage erfolgt über die SPS-Plug-in mittels TCP/IP, PG-Schnittstelle, USB-Netlink oder Softing-Profibus-Adapter. Um die Messdaten von der SPS einfach online abgreifen zu können, bietet sich der direkte Import eines S7-Projekts (.s7p) oder einer Symbol-Tabelle (.sdf) an. Das hat den Vorteil, dass sich zur Datenerfassung alle auf der SPS vorhanden Variablen einfach über ein Auswahlfenster selektieren lassen. Fazit Durch die flexible und schnelle Messdatenerfassung mit IPEmotion an unterschiedlichen Produktionsstufen in der Leuchtmittelproduktion, z.B. an Brennständen, Edelgasbefüllung, Glaskolbenproduktion oder EVG-Testanlagen konnten wichtige Erkenntnisse aus den Produktionsprozessen gewonnen und zur Anlagenoptimierung genutzt werden: – Reduktion des Wasserstoff- und Sauerstoff-Verbrauchs in der Glaskolbenherstellung – Verbesserte Hochvakuum-Erzeugung an mehreren Stationen vor der Edelgasbefüllung mit Argon – Optimierung der Dosieranlage mit zwei Komponenten Extrudern zum Verguss der Gehäuseelektronik – Qualitätssicherung durch eine Langzeitüberwachung mit Datenbankanbindung Für Osram liegt der Vorteil von IPEmotion darin, dass sich die Anwender ohne große Einarbeitung schnell einen Überblick über den Anlagenstatus verschaffen und die Fertigung optimieren können. Die Software lässt sich auch wirtschaftlich in viele Fertigungszellen installieren, in dem Osram auf die kostenfreie Runtime Edition zurück greift. SPS IPC Drives: Halle 7, Stand 596
Leuchtmittelproduktion geht ein Licht auf
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