Frei nach diesem Motto möchte der Verein TechWomen nicht nur mit einigen Klischees aufräumen, sondern vor allem junge Mädchen für die bisherige Männerdomäne Technik gewinnen. In einer Zeit, in der für die nächsten Jahre ein gewaltiger Fachkräftemangel vorausgesagt wird, könne man nicht auf die weibliche Brain Power – die immerhin 52% der österreichischen Bevölkerung ausmacht – verzichten, erklärt die Präsidentin des Vereins Ex-Bundesministerin und Nationalratsabgeordnete Maria Rauch-Kallat. Und so präsentierte der Dachverband TechWomen Anfang März, wenige Tage vor dem internationalen Frauentag, mit www.feel-technic.at einen Service, mit dem sich Technik im wahrsten Sinne des Wortes begreifen lässt: Diese Internet-Plattform bringt nämlich Lehrer, Praktiker und Schüler zusammen. \’Wenn Mädchen selber einmal einen Schraubenzieher in der Hand gehabt haben und wissen, dass Technik nicht immer schmutzig ist und keinen extremen Kraftaufwand erfordert, sind sie durchaus an diesem Betätigungsfeld interessiert\‘, weiß Katharina Grandegger, Marketingleiterin von Festo und Gründungsmitglied von TechWomen. Allerdings müsse dieses Interesse schon in sehr jungen Jahren geschürt werden, ergänzt die Rechnungsprüferin des Vereins Tina Reisenbichler, die selbst technische Mathematik studierte und nun Mitglied der Geschäftsleitung von T-Systems ist. Deshalb wendet sich die Plattform www.feel-technic.at an engagierte Lehrer, die ihre Schüler zu Exkursionen oder Workshops in österreichischen Unternehmen geleiten. Übrigens: TechWomen hält dringend nach interessanten Firmen Ausschau, die diese Initiative aktiv unterstützen wollen. Gefragt sind Betriebe, die dem potentiellen Nachwuchs einen kurzen Einblick in die Praxis gewähren und Experten, die an in ihrem Umkreis liegenden Schulen referieren. Erklärtes Ziel von TechWomen ist es, bis 2009 300 Unternehmen und rund 100 Role Models – Technikerinnen, die aus ihrer Berufspraxis erzählen können – in der Datenbank zu führen.
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