One CPU does it all: Das ist die große Idee der Software-SPS. Natürlich können auch mit PC-basierten Steuerungen dezentrale Konzepte realisiert werden. Aber hinter der Nutzung des PCs als Steuerung steckt doch die Auffassung, dass die zentrale Recheneinheit einer Maschine so leistungsfähig ist, dass sie gleichermaßen die Ablaufsteuerung, die Bewegungssteuerung, die Mess- und Regelungstechnik und die Visualisierungsaufgaben erledigen kann. Dieser Ansatz \’von einer einzigen CPU\‘ bringt eine Reihe konzeptioneller Vorteile. Zunächst reduziert sich die Hardware schon rein zahlenmäßig, dadurch auch die Ersatzteilhaltung. Zudem verringert sich die Komplexität und die Diagnose wird vereinfacht. Dies gilt jedoch für alle zentralen Automatisierungskonzepte, also auch für Nicht-PC-basierende Steuerungen. Automatisch schneller Stärker als die klassische SPS, vor allem aber früher, profitieren die PC-Steuerungen von den Geschwindigkeitszuwächsen bei den PC-Chips. Intel plant aus der Sicht von 2006 eine Verzehnfachung der Leistungsfähigkeit seiner Prozessoren bis zum Jahre 2010 bei einem zehnfach geringeren Stromverbrauch. Diese zunehmende Leistungsfähigkeit ist die Basis für die Integration von Funktionen, die bisher mit Spezialhardware abgedeckt wird. Auf den Messen und Ausstsellungen sind bereits Exponate zu sehen, die diese Entwicklung verdeutlichen. Antriebstechnik ohne eigene Motion Controll-Intelligenz sind ebenso ein Ausdruck dafür, wie die Übersetzung von Matlab/Simulink-Algorithmen in einen Steuerungsfunktionsbaustein. Fazit Neue Maschinenentwicklungen profitieren von den Performancegewinnen der Steuerungstechnik. Sie kann oft unmittelbar in erhöhte Ausbringung umgesetzt werden. Und mit Multi-Core-CPUs werden weitere Möglichkeiten hinzukommen, beispielsweise die Aufteilung von Tasks auf bestimmte Rechnerkerne. (kbn)
Marktübersicht: PC-basierte Steuerungen
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