Die Anwendung von Sicherheits-Lichtschranken/-Gittern/-Vorhängen erlaubt den Zugang und eine ergonomische Bedienung der abzusichernden Maschine. Diese Art der Schutzeinrichtung wird vorwiegend für den Finger- und Handschutz eingesetzt sowie als Zutrittssicherung. Für viele unterschiedliche Anwendungen gibt es die geeigneten Bauformen und -größen. Es sind Ausführungen als Punkt (Einzelstrahl), Gitter (zwei, drei oder vier Strahlen) und Vorhang (14- oder 30mm-Objektempfindlichkeit) erhältlich. Die Geräte bieten Schutz vor Eingreifen in Gefahrenstellen bei der Montage oder sind für das Erkennen von Personen beim Eintritt in die gefährlichen Bereiche zuständig. Lichtvorhänge, die horizontal angeordnet sind, verhindern z.B. ein Überschreiten (Hintertreten). Anwendungsbereiche hierfür sind Schweiß- und Montagelinien sowie Roboter im Automobilbau. Bei der Zugangssicherung von automatischen Bearbeitungszentren oder Pallettieranlagen sind die Lichtgitter vertikal angeordnet. Funktionsweise und Aufbau Ein Lichtvorhang bzw. Lichtgitter besteht aus einem Sender und einem Empfänger. Diese sind gegenüber montiert. Abhängig von der Auflösung und Länge sind eine bestimmte Anzahl von Sende- und Empfangsdioden übereinander angeordnet. Die Infrarot-LEDs des Senders senden kurze Lichtpulse aus, die von den Empfängerdioden aufgefangen werden. Um den Lichtempfänger unempfindlich gegenüber Fremdlicht zu machen, wird die Strahlung insbesondere der weitreichenden Modelle moduliert, um sie vom Umgebungslicht unterscheiden zu können. Muting-Funktion Zum Materialtransport in oder aus der Gefahrenzone ist es manchmal notwendig, die Schutzwirkung zu unterdrücken. Das Schutzfeld wird temporär \’gemuted\‘, also unterdrückt und nach Durchfahrt des Transportguts wieder aufgehoben. Dies wird mit zusätzlichen Sensorsignalen umgesetzt. Hierbei muss gewährleistet sein, dass keine Person während des Mutingvorgangs in den Gefahrenbereich eintreten kann. Hat das Material, das in den Gefahrenbereich transportiert werden soll, immer die gleichen Abmessungen und besteht kein Platzmangel, wird bevorzugt sequentielles Muting eingesetzt. Beim sequenziellem Muting werden vier Mutingsensoren angeschlossen, deren Aktivierung in einer vorgegebenen Reihenfolge stattfinden muss, um den Muting-Vorgang auszulösen. Sind die Abmessungen des Transportguts nicht konstant, wird Parallel-Muting eingesetzt. Es werden zwei Sensoren benutzt, die sich hinter dem Schutzfeld im Gefahrenbereich kreuzen. Man kann innerhalb der Muting-Strecke vorwärts und rückwärts fahren. Über weitere Betriebs- und Sonderfunktionen gibt die folgende Marktübersicht mit über 70 Produkteinträgen Auskunft. (hsc)
Marktübersicht: Sicherheitslichtgitter
-
Schneller, stärker, kompletter
Leuze präsentiert den neuen Barcodeleser DCR300i, ein umfassendes Safety-Portfolio und maßgeschneiderte Automatisierungslösungen.
-
Safety und Security nach der neuen Maschinenverordnung
Wie Netzwerksegmentierung Maschinen sicherer macht
Mit der neuen Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 und den steigenden Anforderungen an die Industrial Security rückt…
-
Anzeige
Beckhoff auf der SPS 2026
Wie werden Steuerung, Motion, Safety, Messtechnik, Vision, Robotik und KI zum Gesamtsystem? Beckhoff zeigt auf der SPS 2026 durchgängige Software-defined Automation vom 24. bis 26. November in Nürnberg, Halle 7, Stand 406, und täglich im Livestream.
-
Auftragseingang im Maschinenbau: September bringt +14%
Die Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau haben das dritte Quartal mit einem unerwartet guten Monat…
-
PI zeigt Security-Lösungen für die industrielle Automatisierung
Wie lassen sich industrielle Kommunikationssysteme sicher gestalten und welche Lösungen bietet Profibus & Profinet International…
-
Wärmebildtechnik ermöglicht schnellere Inspektionen
Vollständig vernetzt
Durch die Kombination fortschrittlicher Wärmebildtechnik mit direkt an die Feuchtebewertungsplattform des Unternehmens angebundenen Workflows hat…


















