Die Nutzerorganisation Sercos International hat die OPC UA Companion Specification für Sercos freigegeben. Die Spezifikation beschreibt die Abbildung des Informationsmodells von Sercos auf OPC UA, so dass die von Geräten zur Verfügung gestellten Funktionen und Daten über OPC UA zugänglich gemacht werden. Die Initiative zielt darauf ab, den Datenaustausch zwischen Maschinenperipherie und übergeordneten IT-Systemen zu vereinfachen, sowie die künftigen Anforderungen hinsichtlich einer semantischen Interoperabilität zu unterstützen. Die OPC UA Companion Specification ist das Resultat einer Initiative von Sercos International aus dem September 2014. Ein erster Entwurf der Spezifikation lag vor rund einem Jahr vor und wurde von einer technischen Arbeitsgruppe einem Review unterzogen. Die Spezifikation wurde nun als Version 1.0 abschließend freigegeben. \“In heutigen Automatisierungssystemen müssen Sercos-Geräte verschiedener Hersteller integriert und gewartet werden. Gleichzeitig werden in der Produktionsplanung und -steuerung prozess- und maschinenbezogene Informationen benötigt, um eine effiziente Nutzung der zur Verfügung stehenden Produktionsmittel zu ermöglichen\“, sagt Peter Lutz, Geschäftsführer von Sercos International. Ein vielversprechender Lösungsansatz sei hier die Definition eines standardisierten Informationsmodells, das die von Sercos definierten Profile mit OPC UA zusammenbringt. Die spezifizierten Abbildungsregeln können für verschiedene Implementierungsansätze genutzt werden. Zum einen kann die OPC-UA-Server-Funktionalität in einem Sercos-Master (z.B. CNC oder SPS) realisiert werden. Es ist jedoch auch möglich, diese Funktionalität direkt in einem Sercos-Slave umzusetzen und die OPC-UA-Zugriffe ohne oder parallel zur Echtzeitkommunikation durchzuführen.
OPC-UA-Spezifikation für Sercos
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