Schon als die ECAD-Systeme noch reine Zeichenhilfen waren, konnte man mit ihnen viel Zeit und Geld im Entwicklungsprozess sparen, denn eine Änderung im Plan bedeutete nicht zwingend, dass man mit seiner Zeichnung bei Null anfangen müsste; das Speichern und Laden von Dateien machte es möglich. Sehr schnell kamen Funktionen hinzu, die halfen, Fehler zu vermeiden und den Arbeitsprozess zu beschleunigen. Schnell wurden die Systeme mit zahlreichen Zusatzfunktionen versehen, und die zunehmende Komplexität der Projekte hat dazu geführt, dass objektorientierte Oberflächen die Handhabbarkeit erleichtern. Module für bestimmte Branchen liefern vorgefertigte Objekte, die lediglich parametriert werden müssen, und intelligente Funktionen unterstützen die Projekteure bei Dokumentation, Beschriftung sowie bei der Materialplanung und -bestellung. Doch auch lange Jahre der Entwicklungen haben an dem Ergebnis der Elektro-CAD-Systeme nichts geändert: Im Wesentlichen stand am Ende ein Plan, der in Papierform weitergereicht wurde. Noch zu Beginn des neuen Jahrtausends war der Glaube daran, dass ein einfacher Datenaustausch zwischen verschiedenen Systemen möglich sein wird, eher gering, von der einfachen Weitergabe von Listen an über- oder untergeordnete Systeme einmal abgesehen. Die eigentliche Herausforderung besteht jedoch darin, Informationen mit Engineering-Tools anderer Disziplinen zu teilen, beispielsweise der mechanischen Konstruktion, der Fluid-Planung und zunehmend auch neuer Disziplinen wie der Simulation von Anwendungen. Mittlerweile hat sich in wenigen zurückliegenden Jahren gleich eine Vielzahl an Wegen etabliert, Daten mit anderen Systemen auszutauschen. Dabei stellt das Exportieren und Importieren von Dateien noch die einfachste Form dar. Ein Problem dabei ist jedoch, dass solche Systeme sehr statisch sind. Ändert sich etwas im Projekt, müssen die Daten gegebenenfalls neu importiert werden. Flexibler sind hier Systeme, die auf Datenbanksysteme wie beispielsweise den Microsoft-SQL-Server zurückgreifen, um ihre Daten mit anderen Systemen zu teilen. Sorgfältig abgestimmte und dokumentierte Schnittstellen sorgen dafür, dass Hersteller anderer Programme sich einfach an solche Systeme \’andocken\‘ können. Es gibt bereits Anwender, die von solchen integrierten Entwicklungsworkflows profitieren. Dennoch hat diese Entwicklung gerade erst begonnen. (kbn)
Produktübersicht: Elektro-CAD-Systeme – Konstruktionswerkzeuge entwickeln sich zur zentralen Komponente …
… im gesamten Entwicklungsprozess und Lebenszyklus einer Anwendung. Zunächst waren sie nur ein Stiftersatz: Elektro-CAD-Systeme haben ihren Ursprung am Zeichentisch und konnten zunächst wenig mehr als zeichnen. Heute sind sie mit tausenden intelligenter Funktionen ausgestattet und aus dem Engineering von Maschinen und Anlagen nicht mehr wegzudenken. Doch die Entwicklung geht weiter: Die nächsten Schritte hin zu einer intelligenten Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen der Entwicklung sind bereits gemacht.
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