Oberflächlich betrachtet könnte der Eindruck entstehen, dass mit der Programmiernorm IEC61131-3 alles Wesentliche definiert ist. Betrachtet man jedoch die Entwicklung am Markt etwas genauer, dann ist festzustellen, dass Herstellerspezifisches ein höheres Gewicht hat, als dies die Existenz einer Norm vermuten lässt. Dies liegt zum einen daran, dass eine Norm grundsätzlich nur eine Basis darstellen kann, zum anderen aber auch an dem berechtigten Wunsch der Hersteller nach Differenzierung. Steuerungshersteller leben von Innovation und die drückt sich eben sehr stark in Software aus. Deren Leistungsfähigkeit und Handhabbarkeit lassen sich meist erst dann beurteilen, wenn ein erstes Projekt realisiert wurde. Nachdem sich die grundlegenden Funktionalitäten von Steuerungen nicht wesentlich verändern, wird der Fokus verstärkt auf die Usability der Softwaretools gelegt. Diese Entwicklung steht jedoch eher am Anfang. Wurden Tools bisher von Ingenieuren für Ingenieure sehr stark nach funktionalen Gesichtspunkten entwickelt, wächst inzwischen das Bewusstsein, dass Usability ein Wettbewerbsfaktor ist. (mbw)
Programmierung im Wandel
Nachdem sich die Programmiernorm IEC61131-3 im Steuerungsmarkt etabliert hat, waren die Entwicklungen im Bereich der Steuerungsprogrammierung für viele Jahre eher evolutionär. Aktuell zeichnen sich jedoch wieder ganz erhebliche Veränderungen ab. Zum einen gibt es eine Entwicklung hin zur objektorientierten Programmierung, zum anderen arbeiten die Hersteller an der Usability der Software.
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