Die Digitalisierung ist kein \’Jobkiller\‘ – durch sie verringert sich der erwartete Engpass von 4,2Mio. Arbeitskräften in Deutschland bis 2030 um die Hälfte. Dies ist eines der Ergebnisse einer aktuellen Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PWC und des Wifor-Instituts in Darmstadt. Norbert Winkeljohann, Vorstandssprecher von PWC Deutschland, sagt: \“Die gesellschaftliche Diskussion über die Digitalisierung der Arbeitswelt ist weitgehend von Ängsten geprägt. Zahlreiche Unternehmen in Deutschland reagieren hingegen eher zurückhaltend bis ablehnend, wenn sie auf ihre Strategien in einer digitalisierten Welt angesprochen werden – auch wenn bereits viele Firmen an einer veränderten Ausrichtung und der Neugestaltung ihrer Geschäftsmodelle arbeiten.\“ Einer der Gründe für diese diffuse bis negative Haltung sei die Tatsache, dass es bisher noch wenig konkrete Prognosen zu den Auswirkungen der Digitalisierung gebe, besonders im Hinblick auf die große Gruppe der Arbeitnehmer. Bestehende Modelle würden die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt häufig als isoliertes Phänomen betrachten oder das Kernergebnis auf eine Zahl reduzieren, wie viele Arbeitsplätze voraussichtlich verloren gehen werden. Die Studie zeigt, dass bis zum Jahr 2030 rund 300.000 zusätzliche Arbeitskräfte in der Gesundheits- und Pharmabranche benötigt werden. Um 190.000 Erwerbstätige steigt der Bedarf des öffentlichen Sektors. 2Mio. Hochschulabsolventen werden bis 2030 zusätzlich fehlen, mit einem Schwerpunkt auf den MINT-Fächern. Der höchste Anstieg der Nachfrage nach Arbeitskräften durch die Digitalisierung wird mit 11% für die Branche Technologie, Medien und Telekommunikation erwartet. Um 6% wird die Nachfrage nach Arbeitskräften in der Branche Gesundheit/Pharma bis zum Jahr 2030 steigen, um 2% im öffentlichen Sektor. In der Energiebranche wird die Nachfrage nach Arbeitskräften um 1% sinken, in der Automobilbranche um 6%. Dahinter folgen die Branchen Industrielle Produktion mit einem Rückgang von 9%, Transport und Logistik mit einem Rückgang um 19%.
PWC: Digitalisierung kann Arbeitskräftemangel im Jahr 2030 reduzieren
PwC PricewaterhouseCoopers AG
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