Für die Industrie werden die RFID-Frequenzen unterteilt in Low Frequency (LF), High Frequency (HF) und Ultra High Frequency (UHF). Darüber hinaus gibt es noch den Bereich der Mikrowellen mit Frequenzen über 2,45GHz, der in der Fahrzeug-Identifizierung Anwendung findet. Als Low Frequency zählt der Bereich zwischen 100 und 135kHz. Daran schließt sich der HF-Bereich zwischen 10 und 15MHz an. Der UHF-Bereich erstreckt sich üblicherweise von 865MHz bis 928MHz. Wie die untenstehende Tabelle zeigt, bieten die höheren Frequenzbereiche auch höhere Reichweiten. Daher ist die Auswahl der geeigneten Systeme u.a. von der Reichweite zwischen RFID-Tag und -Lesegerät abhängig (vgl. S.54ff.). Während LF-Systeme recht unempfindlich gegenüber Metall und rauen Temparturen oder Luftfeuchtigkeit sind, erhöht sich bei HF-Systemen die Übertragungsgeschwindigkeit der passiven RFID-Systeme. Zwar haben UHF-Systeme höhere Herstellungskosten, aber auch eine hohe Reichweite und Übertragungsgeschwindigkeit. Weshalb RFID-Systeme einsetzen? Die offensichtlichsten Vorteile des Einsatzes von RFID-Systemen waren bisher, dass kein Sichtkontakt zwischen Lesegerät und Transponder notwendig ist, dass sie wesentlich mehr Daten speichern und die Transponder mehrfach beschrieben werden können. Außerdem sind sie robuster als optische Code-Systeme. RFID eröffnet neue Funktionen Inzwischen haben die Anbieter ihre Entwicklungen so weit vorangetrieben, dass RFID-Systeme Funktionen erschließen, die über die \’reine\‘ Erkennung und Rückverfolgung von Produkten hinausgehen. Denn inzwischen sind Lösungen verfügbar, die zusätzlich die Temperaturerfassung und die Datenübertragung ermöglichen und induktive Näherungsschalter mitbringen (vgl. S.60ff.). Dadurch eröffnen sich ganz neue industrielle Anwendungsfelder, z.B. der Plagiatschutz, der Werkzeugwechsel oder eine Temperaturerfassung über den gesamten Produktionsverlauf hinweg. Auch für die Bedienung von Maschinen ist die Transpondertechnologie wirkungsvoll. So lassen sich beispielsweise bei Simatic MobilePanels von Siemens Wirkbereiche definieren. Innerhalb dieser Bereiche wird das Gerät über Transponder identifiziert – das ermöglicht beispielsweise eine sichere Bedienung, die Zuordnung von Bedienbildern oder Bedienberechtigungen. Außerdem erhöht die Kombination mit drahtlosen Netzwerken die Transparenz in Produktionsprozessen (vgl. S.64ff.). Die RFID-Technologie bietet für viele Anwendungen Innovationspotenzial – und erhöht die Effizienz, wie eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung zeigen kann (vgl. S.57ff.). (afs)
RFID-Systeme in der Produktionsumgebung
Unser umfangreicher Schwerpunkt \’RFID-Systeme in der Produktionsumgebung\‘ zeigt die unterschiedlichen Aspekte der RFID-Technologie. Das beginnt bei Produktneuheiten, Einsatzmöglichkeiten und Auswahlkriterien, reicht über die Kostenbetrachtung und Innovationspotenziale bis hin zum Einsatz von RFID im Prozessumfeld oder der Anbindung an kabellose Netzwerke.
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