Im ersten Halbjahr 2013 haben die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer Waren im Wert von 73,5Mrd.E exportiert. Das sind 3,2% weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, teilte der VDMA am vergangenen Montag mit. \“Nahezu alle wichtigen Absatzregionen bzw. Absatzmärkte entwickelten sich rückläufig\“, sagte Dr. Ralph Wiechers, Chefvolkswirt des VDMA. Die Maschinenimporte hätten im gleichen Beobachtungszeitraum 27,5Mrd.E betragen und das Vorjahresergebnis um 7,8% verfehlt. Der Außenhandelsbilanzsaldo der Maschinenbauer betrug damit im ersten Halbjahr +46Mrd.E. Die Exporte in die VR China, dem mit einem Exportanteil von elf Prozent wichtigsten Auslandsmarkt der deutschen Maschinenbauer, seien mit -4,2% im negativen Bereich geblieben. Die Maschinenausfuhr nach Indien sei um 15,6% auf 1,4Mrd.E geschrumpft. In Südkorea – mittlerweile für die deutschen Maschinenbauer bedeutender als Indien – hätten Maschinen und Anlagen für 1,7Mrd.E verkauft werden können. Das entspreche einem Plus von 13,3% gegenüber dem ersten Halbjahr 2012. In Asien seien die Exporte um vier Prozent unter dem Vorjahresniveau geblieben. Nach drei Jahren mit zweistelligen Wachstumsraten legten die Maschinenlieferungen in die USA (zweitwichtigster Absatzmarkt, Exportanteil 9,4%) eine Verschnaufpause ein und blieben um 2,5% unter dem Ergebnis des Vorjahreszeitraumes. Da die Exporte nach Kanada aber zweistellig wuchsen und auch Mittelamerika mit einem Plus von sieben Prozent das Halbjahr abschloss, verfehlten die Lieferungen nach Amerika insgesamt den Wert des Halbjahres 2012 nur um zwei Prozent. Mit einem Anteil von drei Prozent an der deutschen Maschinenausfuhr spielt Afrika nur eine untergeordnete Rolle. Das Liefervolumen war mit 2,1Mrd.E 14,6% höher als im Vorjahr. Maßgeblich ist dies auf die hohe Zuwachsrate im Exportgeschäft mit Nordafrika zurückzuführen, das im Vorjahr einen krisenbedingt niedrigen Vergleichswert erreichte.
VDMA: Maschinenexporte im ersten Halbjahr rückläufig
VDMA e.V.
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