Die Bewegung der Transportwagen im neuen Transportsystem lässt sich leicht und schnell auf unterschiedliche Formate, Größen und Produktarten und sogar saisonale Anforderungen anpassen. Flexibilität heißt hier konkret: Die Transportwagen werden frei ins Multi-Carrier-System ein- und ausgeschleust und können dort beschleunigt, verzögert sowie positioniert werden. Die Anbindung an die vorhandene Intralogistik ist dabei nach Anbieterangaben denkbar einfach.
Bewegungsprofil frei einstellbar
Die Transportwagen lassen sich völlig frei untereinander nutzen, der Mix unterschiedlicher Wagen- und Produktkonfigurationen auf einem System ist möglich. Anwendungsspezifische Halter und Adapter für Produkte machen die Transportwagen individuell und auch das Bewegungsprofil ist für jeden Wagen im System frei einstellbar. Die Multi-Carrier-Lösung ist bis 3m/s schnell und bietet eine ruckfreie und präzise Beschleunigung bis 40m/s2. Das System lässt sich an beliebiger Position starten sowie stoppen und es ist frei zum Prozess synchronisierbar. Kurze Umrüstzeiten, eine nahezu nahtlose Formatumstellung und geringe Wartungskosten und Verschleiß sind weitere Vorteile des Transportsystems.
Schritte in Richtung Zukunft
Weil die Automatisierung immer weiter voranschreitet, trägt das Multi-Carrier-System zukunftsrelevante Optionen in sich. Dazu gehört der flexible elektromechanische Aufbau für eine wirtschaftliche Fertigung bis hin zu Losgröße 1, aber auch die dezentrale Sensorik und Intelligenz in den Werkstückträgern und den verbauten Antrieben. Auch der modulare Servoregler sowie die Motion-Control-Steuerung sind in Richtung der intelligenten Fabrik ausgerichtet. Zudem ist selbst die Simulation vollständig auf eine spätere Anordnung und Anlage zur Systemauslegung und -verbesserung vorbereitet. Schon aus der Simulation lassen sich Programmdaten generieren. Mit OPC-UA-Schnittstelle ist eine offene Integration möglich.
Integriertes Steuerungskonzept
Das Multi-Carrier-System soll genau dort klassische Transportlösungen ergänzen, wo es der Prozess erfordert. Alle anderen Transportstrecken bleiben unverändert oder können mit einem klassischen Fördersystem aufgebaut werden. Linearmotoren sorgen für die Bewegung und genaue Positionierung der Transportwagen. Das integrierte Steuerungskonzept erlaubt zum einen die Steuerung der Transportbewegungen und zum anderen Motion-Control-Funktionen und die Koordination weiterer Maschinenmodule. Jeder Transportwagen kann sich völlig frei und unabhängig von allen anderen auf dem Multi-Carrier-System bewegen. Dabei können sie sich kollisionsfrei aufeinander zu bewegen und sind leicht zu positionieren. Weiterhin lassen sich mehrere Transportwagen gruppieren und mit fixen Abständen synchron bewegen.
















